Berichte

bpv: Bildung braucht Bindung

Anlässlich der Hauptversammlung des Bayerischen Philologenverbandes in Würzburg fand am 7. Juli ein Festakt statt, an dem unser Landesvorsitzender Reinhard Schwab teilnahm. Im Mittelpunkt standen die Reden des Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder und des Kultusministers Prof. Michael Piazolo. Beide betonten die hohe gesellschaftliche Bedeutung des Gymnasiums in einem differenzierten Schulwesen. Sie forderten mehr Zeit für das Kerngeschäft der Lehrkräfte („Bildung braucht Bindung“) und sprachen sich für eine Stärkung des Leistungsprinzips in den Schulen aus. Mit Blick auf die Nivellierung der Eingangsbesoldung („A13 für alle“) kritisierten sie die offensichtliche Schieflage des Besoldungssystems und kündigten für Bayern „Hebungen“ für die Gymnasiallehrkräfte an. „Der Gleichklang der Positionen bpv und hphv ist sehr erfreulich“, merkt Reinhard Schwab an, „wir fragen uns, ob auch in Hessen die unterschiedliche Arbeitsbelastung der Lehrämter gesehen wird, ob und wie das Ministerium die anspruchsvolle Arbeit der Gymnasiallehrkräfte entsprechend würdigen will.“

Am Rande der Veranstaltung nutzte er die Gelegenheit zum Austausch mit dem ehemaligen DL-Vorsitzenden Heinz-Peter Meidinger und dessen Nachfolger Stefan Düll sowie mit dem Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, Ministerialdirektor Stefan Graf.

Reinhard Schwab, hphv-Landesvorsitzender

Wachsende Runde beim 6. Stammtisch: Ein Tischwimpel dürfte her

Sechs Jungphilologen und der „junge vdl“ kamen am 28. Juni 2023 zum sechsten Mal in der „heimat.fulda“ zusammen. Als Überraschungsgast gesellte sich der BPA-Vorsitzende Boris Krüger aus dem fernen Kassel hinzu. Die Gespräche zu privaten sowie schulischen Themen waren bereichernd, der schulformübergreifende Austausch interessant. Da man bereits beim dritten Mal von einer „Tradition“ sprechen darf, ist es nun mehr als gerechtfertigt, den Fuldaer Stammtisch der (Jung-)Lehrkräfte als solche zu bezeichnen.
Bereits vor der Corona-Pandemie initiierten Mitglieder des Ausschusses für berufspraktische Fragen (BPA) einen Stammtisch für junge Lehrkräfte in Fulda. Der Stammtisch ist offen für alle Lehrkräfte, Lehramtsstudierende, Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst und Interessierte aus Fulda und Umgebung.
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Als Lehrer der Zeit einen Wert geben

Wieder in Pfungstadt trafen sich nach elf Monaten und 29 Tagen Kolleginnen und Kollegen des Südhessischen Philologenverbands aus Groß-Gerau, Darmstadt, Darmstadt-Dieburg, dem Odenwald und von der Bergstraße. Im Mittelpunkt stand die Zeit. Schon zwei Brüder waren am Ende der Zwanziger zu Beginn von 1929 der Meinung gewesen, dass die Zeit sehr vergänglich ist und nannten ihr erfundenes Papiertaschentuch Tempo. Wir aber nahmen uns die Zeit und berieten in Vorbereitung der Vertreterversammlung am 5. und 6. Oktober im Welcome-Hotel in Darmstadt Anträge und Anfragen, so z. B. das Urteil des EU-Gerichtshofurteils zur Erfassung der Arbeitszeit. Auch die Schulkoordinatorinnen und -koordinatoren für Berufsorientierung (bis vor Kurzem offiziell zudem Studienorientierung) sowie die Schulvertrauens- und -verbindungsleute unseres Verbands sollten dafür wertgeschätzt werden, dass sie rund um die Uhr ansprechbar sind.
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HLbG statt Corona – die Arbeit des Ausschusses für berufspraktische Fragen (BPA) im 3. Jahr seines Bestehens

Der Ausschuss für berufspraktische Fragen (BPA) ist ein am 15. Januar 2020 gegründetes Gremium des hphv, welches zuständig ist für die Bereiche Unterstützung im Vorbereitungsdienst, Hilfen für den Berufseinstieg, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Karriereplanung. Sein Ziel ist es, den Verband in das Bewusstsein von Lehramtsstudierenden, LiV und Berufseinsteigern zu bringen und diese als Zielgruppe zu erschließen.  Die neun Ausschussmitglieder stellen im Hinblick auf Alter und Unterrichtspraxis eine große Bandbreite dar, vom Berufseinsteiger bis zur Lehrkraft mit über 20 Dienstjahren, wodurch sich eine ideale Mischung aus Erfahrung und Innovation für den BPA ergibt.
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150 Jahre alt und immer noch aktuell – Nordhessische Philologen feierten rundes Jubiläum

Knapp 20 aktive und pensionierte Gymnasialehrkräfte konnten der nordhessische Bezirksvorsitzende Boris Krüger und die Kasseler Kreisvorsitzende Dr. Angela Schröder zur Feier des 150jährigen Jubiläums des Hessischen Philologenverbandes (hphv) am 6. Juni bei strahlendem Sonnenschein auf dem Lyceumsplatz an der Wolfsschlucht in Kassel begrüßen. Denn dort hatte bis zu den verheerenden Bombenangriffen des 2. Weltkrieges das alte Gebäude des Friedrichsgymnasiums gestanden, in dem am 3. Juni 1873 der Vorläufer des hphv gegründet worden war. Dies war Grund genug für eine kleine Feier vor Ort. In seinem Festvortrag blickte Boris Krüger auf die Ursachen und Umstände der Gründung zurück, die in erstaunlicher Weise den heutigen Aufgabenfeldern der Fachgewerkschaft ähneln: Vernetzung von Lehrkräften, Fortbildungen sowie vor allem bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten an Schulen. Auch einen frühen Fall von Lehrer-Bashing im ausgehenden 19. Jahrhundert, auf den er bei seinen Recherchen gestoßen war, ließ Krüger nicht unerwähnt, um einen weiteren Bezug zur Gegenwart herzustellen.
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