OECD-Bericht „Bildung auf einen Blick 2026“: Lehrkräftemangel in Deutschland dramatisch spürbar – bis 2033 keine Entlastung durch Demografie in Sicht. DPhV warnt vor weiterer Verkürzung der Lehrkräftebildung und fordert echte Entlastung der Lehrkräfte statt Ausweichstrategien
Die Deutschland-Befunde des OECD-Berichts „Bildung auf einen Blick 2026“ mit dem Schwerpunktthema Lehrkräftemangel geben Anlass zur Sorge: 55 Prozent der 15-jährigen Schülerinnen und Schüler besuchen Schulen, deren Leitung angibt, dass die Abwesenheit von Lehrkräften das Lernen beeinträchtigt. Das ist der zweithöchste Wert im OECD-Raum und mehr als doppelt so hoch wie der Durchschnitt von 27 Prozent. Zudem gelten 16,2 Prozent der Lehrkräfte an öffentlichen Schulen im Sekundarbereich als nicht voll qualifiziert – fast doppelt so viele wie im OECD-Durchschnitt (8,4 Prozent). Eine Entspannung ist nicht in Sicht: Während im OECD-Durchschnitt die Zahl der Kinder zwischen 5 und 14 Jahren bis 2033 voraussichtlich um 9 Prozent sinken wird, wird sie in Deutschland um 3 Prozent steigen, bei den 10- bis 14-Jährigen sogar um 8 Prozent. Gleichzeitig ist fast jede vierte Lehrkraft im Sekundarbereich 55 Jahre oder älter. Der Deutsche Philologenverband (DPhV) fordert eine jetzt spürbare Entlastung der im Dienst stehenden Lehrkräfte, damit sie bis zum regulären Ruhestandsalter durchhalten, er warnt zugleich vor weiteren Kürzungen in der Lehrkräfteausbildung und fordert ein vollwertiges 24-monatiges Referendariat.
weiterlesen →


