DPhV Mitteilungen

Pressemitteilungen des Deutschen Philologenverbandes

PISA-Forscher Köller und DPhV-Bundesvorsitzende Lin-Klitzing plädieren für mehr Leistungsorientierung an allen Schularten

Breite Spitzenförderung und verbesserte Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte elementar wichtig / Bundeselternratsvorsitzender Heyartz tritt für mehr Unterstützung und bessere Sprachförderung für die Schülerinnen und Schüler ein
Der Deutsche Philologenverband (DPhV) und Prof. Dr. Olaf Köller, mitverantwortlich für PISA in Deutschland, sprechen sich für mehr Leistungsorientierung an deutschen Schulen aus. Gemeinsam mit Bundeselternratsvorsitzendem Dirk Heyartz traten sie zudem bei der von „Zeit“-Redakteur Thomas Kerstan moderierten Podiumsdiskussion „Quo vadis Bildung?“ am Gymnasium Raabeschule in Braunschweig für eine verbesserte verbindliche Sprachförderung für die Schülerinnen und Schüler ein. Diese Veranstaltung, mit der Elternvertreter Verantwortung für Bildung übernehmen, wurde von dem ehemaligen Bad Harzburger Gymnasialelternvertreter Wolfgang Kuert initiiert und gemeinsam mit dem Stadtelternrat Braunschweig organisiert.
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DPhV fordert Aussetzen der PISA-Erhebungen in Deutschland / Äußerungen Andreas Schleichers über Lehrkräfte nicht mehr tragbar

Nach den jüngsten Äußerungen des Koordinators der PISA-Studien, Andreas Schleicher, fordert der Deutsche Philologenverband (DPhV) die KMK auf, weitere Teilnahmen Deutschlands an PISA auszusetzen, solange Andreas Schleicher der internationale PISA-Koordinator ist.
Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing sagt: „Keine Bildungsstudie wird in Deutschland so öffentlichkeitswirksam rezipiert wie PISA. Deren Koordination und Kommunikation geht mit einem hohen Maß an Verantwortung einher. Wir haben kein Vertrauen mehr in die seriöse Interpretation der PISA-Daten durch deren internationalen Koordinator Andreas Schleicher. Mit seinen Äußerungen, dass der Lehrerberuf intellektuell nicht anspruchsvoll sei, Lehrkräfte ‚Befehlsempfänger´ seien und sich ein Beispiel an China nehmen sollten, wird er seiner Verantwortung nicht gerecht.“
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DPhV weist „Gerede vom Niedergang des Gymnasiums“ scharf zurück / PISA-Zahlen dürfen nicht isoliert interpretiert werden

Berlin, 20.12.2023 – Der Deutsche Philologenverband (DPhV) wehrt sich gegen die im Zuge der PISA-Studie gegenüber dem Gymnasium geäußerte Kritik. DPhV-Vorsitzende Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing sagt: „Wir werden es nicht zulassen, dass mit Verweis auf PISA die Leistungen des Gymnasiums schlechtgeredet werden! Das beruht auf einer bewusst isolierten Deutung der Daten und ist unfair gegenüber Hunderttausenden engagierten Lehrkräften!“ Eine seriöse Interpretation einer internationalen Untersuchung wie PISA benötige neben der nationalen, schulartspezifischen Perspektive mindestens auch eine internationale Perspektive – und gerade in diesem Erhebungszyklus auch die zeitliche Zusammenhangsperspektive angesichts der Corona-Pandemie. PISA-Bildungsforscher hatten u.a. in der „Zeit“ von einem „Niedergang des Gymnasiums“ und mangelnder Unterrichtsqualität gesprochen.[1][2]
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DPhV fordert verpflichtende Beschäftigung mit dem Grundgesetz in Lehrkräftebildung an Universitäten

Grundvoraussetzung für Demokratieverständnis / Feier zum 120-jährigen Bestehen des DPhV
Der Deutsche Philologenverband (DPhV) spricht sich für eine verpflichtende inhaltliche Behandlung des Grundgesetzes in der universitären Phase der Lehrkräftebildung aus. Dies betonte die DPhV-Bundesvorsitzende Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing im Rahmen der Feierlichkeiten zum 120-jährigen Jubiläum des Verbands. Gerichtet an alle Kultusminister und Kultusministerinnen der Länder fordert sie: „Das Grundgesetz gehört in die Lehrkräftebildung: Es muss in der universitären Phase unbedingt inhaltlich behandelt und damit neu in den Standards verankert werden! Dies kann im Rahmen der gemeinsamen Lehrkräftebildung auch nicht in das Belieben der Universitäten bzw. Wissenschaftsministerien gestellt werden!“
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DPhV zu IQB Bildungstrend 2022 / Vernachlässigung der Sprache Deutsch ist alarmierend und nicht akzeptabel

Mit sehr großer Sorge hat der Deutsche Philologenverband (DPhV) die Ergebnisse des gerade veröffentlichten IQB-Bildungstrends 2022 zur Kenntnis genommen. Bei den darin untersuchten Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe im Fach Deutsch zeigte sich, dass 15 Prozent von ihnen die Mindeststandards im Lesen für den „Ersten Schulabschluss“ (ESA) verfehlen, für den „Mittleren Schulabschluss“ (MSA) sogar 33 Prozent. Noch etwas schlechter sieht es bei den Kompetenzen Zuhören (18 Prozent ESA bzw. 34 Prozent MSA verfehlen den Mindeststandard), etwas „besser“ im Bereich Orthografie (8 Prozent ESA bzw. 22 Prozent MSA verfehlen ihn) aus. Damit setzt sich der bereits bei den vergangenen Untersuchungen festgestellte Abwärtstrend im Fach Deutsch aus dem Jahr 2015 fort, im Gegensatz zu den gezeigten Kompetenzen im Fach Englisch.
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