DPhV Mitteilungen

Pressemitteilungen des Deutschen Philologenverbandes

hphv und DPhV sagen Nein: Hessen will kürzeste grundständige Lehrkräftebildung in Deutschland durchsetzen – alles zu Lasten der jungen Lehrkräfte

Der Hessische Philologenverband (hphv) und der Deutsche Philologenverband (DPhV) weisen die aktuellen Pläne der hessischen Landesregierung zur Kürzung des Vorbereitungsdienstes in der Lehrkräfteausbildung zurück.

Demnach soll das Referendariat von 21 auf 18 Monate verkürzt, die Zahl der von den Seminarausbildenden durchgeführten Unterrichtsbesuche reduziert und der eigenverantwortliche Unterricht der Referendare von maximal 12 sogar auf 14 bis 16 Wochenstunden erhöht werden.
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Umfrage von DPhV und Lehrer-Online: Mehr als jede dritte Lehrkraft hat Schwierigkeiten, Beruf und Privatleben zu trennen / 92 Prozent sehen die Ursache ihrer Arbeitsbelastung im System / DPhV fordert Absenkung der Pflichtstunden und dienstrechtlich abgesicherte Entlastungsregelungen

Mehr als jede dritte Lehrkraft (38 Prozent) hat Schwierigkeiten, Berufs- und Privatleben zu trennen – das zeigt eine bundesweite Umfrage des Deutschen Philologenverbands (DPhV) und des Bildungsportals www.lehrer-online.de zur Gesundheit von Lehrkräften[1], die insgesamt eine hohe gesundheitliche Belastung der Lehrkräfte durch berufliche Überlastung belegt. Die Ergebnisse zeigen dabei eine Mehrfachbelastung auf mehreren Ebenen zugleich: auf der Beziehungsebene (Schülerverhalten, Heterogenität), auf Systemebene (Bürokratie, Rahmenbedingungen) und auf persönlicher Ebene (fehlende Abgrenzung).
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Gymnasien beim Distanzunterricht besonders krisenfest / DPhV fordert verbindliche Mindeststandards für die digitale Ausstattung an allen Schulen

Gymnasien sind auf einen möglichen erneuten Distanzunterricht deutlich besser vorbereitet als andere Schulformen. Das zeigen Erhebungen, die im Nachgang der Corona-Pandemie erstmals systematisch untersucht hatten, wie vorbereitet sich Schulleitungen und Schülerinnen und Schüler auf künftigen Distanzunterricht fühlten – und auf die das Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB) e.V. im Rahmen der Reihe „Data of the Month“ nun erneut aufmerksam gemacht hat.[1] Der DPhV wertet die Ergebnisse als Beleg für den Weitblick und das Engagement der Gymnasiallehrkräfte – und fordert zugleich, die begonnene Modernisierung der digitalen Infrastruktur an allen Schulen konsequent und mit verbindlichen Standards fortzusetzen, damit auch künftig alle Schülerinnen und Schüler unabhängig von Schulform und familiären Ressourcen bestmöglich auf digitale Lernszenarien vorbereitet sind.
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Schulbarometer 2026: Lehrkräfte schultern mehr als je zuvor – ohne tragfähigere Rahmenbedingungen halten sie dieser Last nicht länger stand

DPhV fordert Verankerung des Grundgesetzes bereits in der universitären Phase der Lehrkräftebildung, Unterstützung durch Fachkräfte aus Schulpsychologie und Schulsozialarbeit sowie eine pädagogisch reflektierte KI-Strategie für Schulen
Angesichts der heute veröffentlichten Ergebnisse der Lehrkräftebefragung des Deutschen Schulbarometers der Robert Bosch Stiftung fordert der Deutsche Philologenverband (DPhV) die Bildungspolitik zum Handeln auf: Lehrkräfte leisten täglich Außerordentliches – es wird endlich Zeit, dass die strukturellen Rahmenbedingungen diesem Einsatz gerecht werden! Die Daten sind eindeutig: Fast jede zweite Lehrkraft kämpft mit herausforderndem Schülerverhalten, ausreichende Demokratiebildung scheitert an fehlender Zeit, Unsicherheiten und mangelnder Unterstützung, und KI hält in Rekordgeschwindigkeit Einzug in die Klassenzimmer – die staatlichen Strategien und Instrumente dazu hinken jedoch hinterher und erreichen die Schulen nicht flächendeckend. Der DPhV fordert deshalb die Stärkung der Demokratiebildung auf Basis des Grundgesetzes bereits in der universitären Phase der Lehrkräftebildung, Unterstützung der Lehrkräfte durch Fachkräfte aus Schulpsychologie, Schulsozialarbeit und Verwaltung sowie eine pädagogisch reflektierte KI-Strategie für Schulen.
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„Bildung in Deutschland 2026“: DPhV wertschätzt die bedeutsame Berichterstattung

Der DPhV fordert verbindliche Übergangsempfehlung für die weiterführenden Schulen, um anhaltende Benachteiligung von leistungsstarken Kindern mit niedrigem sozioökonomischem Hintergrund zu beenden.
Der nationale Bildungsbericht „Bildung in Deutschland 2026“ bestätigt mit seinem diesjährigen Schwerpunktkapitel erneut, was zahlreiche Untersuchungen und Studien in der Vergangenheit gezeigt haben: Ohne verbindliche Übergangsempfehlung für die weiterführenden Schularten bleiben leistungsstarke Kinder mit niedrigem sozioökonomischem Hintergrund benachteiligt – selbst bei gleichen Leistungen und Noten. Angesichts dieser erneuten Befunde mahnt der Deutsche Philologenverband (DPhV) an, dass auf jahrelange, wertvolle Diagnosen endlich konkretes politisches Handeln folgen muss – mit einer verbindlichen Übergangsempfehlung von der Grundschule auf die weiterführenden Schularten, um leistungsstarken Kindern unabhängig vom sozioökonomischen Hintergrund den Übergang auf das Gymnasium endlich leistungsgerechter zu ermöglichen.
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