DPhV Mitteilungen

Pressemitteilungen des Deutschen Philologenverbandes

DPhV wertschätzt den Einsatz der Lehrkräfte für das Abitur 2026 und begrüßt die Veröffentlichung der Aufgaben aus dem IQB-Aufgabenpool der Naturwissenschaften

Mit dem Ende der schriftlichen Abiturprüfungen 2026 in allen Bundesländern spricht der Deutsche Philologenverband (DPhV) allen Lehrkräften an Gymnasien und gymnasialen Oberstufen seinen ausdrücklichen Dank und hohe Wertschätzung für ihren professionellen und unermüdlichen Einsatz aus. Zugleich begrüßt der DPhV die inzwischen erfolgte Veröffentlichung der Abituraufgaben aus dem IQB-Aufgabenpool der Naturwissenschaften und sieht darin einen weiteren Schritt für mehr Vergleichbarkeit und Chancengerechtigkeit bei der Vorbereitung auf das Abitur.
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Chancenmonitor 2026: DPhV warnt vor weiterer Benachteiligung von Kindern mit niedrigem sozioökonomischem Hintergrund und fordert verbindliche Übergangsempfehlung für die weiterführenden Schulen

Der aktuelle Chancenmonitor 2026 des ifo Instituts und „Ein Herz für Kinder“ zeigt alarmierende Bildungsunterschiede nach sozialer Herkunft auf: Die Wahrscheinlichkeit, ein Gymnasium zu besuchen, liege demnach für Kinder mit bildungsfernen, einkommensschwachen Eltern bei 16,9 Prozent, wogegen sie bei Kindern mit einkommensstarken Eltern mit Abitur bei bis zu 80,3 Prozent liege. Darüber hinaus liege die Wahrscheinlichkeit des Gymnasialbesuchs bei Jungen mit 36,9 Prozent niedriger als bei Mädchen mit 43,5 Prozent. Der Deutsche Philologenverband (DPhV) sieht deutlichen politischen Handlungsbedarf für eine verbindliche Übergangsempfehlung von der Grundschule auf die weiterführenden Schularten, um endlich leistungsstarken Kindern unabhängig vom sozioökonomischen Status den Übergang auf das Gymnasium leistungsgerechter zu ermöglichen.
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Wer misst, muss passende Förderung mitdenken und finanzieren! Denn Datenerhebung ohne anschließende Förderung ist lediglich Bürokratie – DPhV fordert Bildungsministerien auf, kritische Hinweise aus SWK-Gutachten ernstzunehmen!

Das heute von der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission (SWK) der Kultusministerkonferenz veröffentlichte Gutachten zur datengestützten Entwicklung und Steuerung in Schulen benennt ein zentrales Problem, das der Deutsche Philologenverband (DPhV) seit Jahren anmahnt: Lehrkräfte erhalten nach Datenerhebungen häufig keine verwertbaren Rückmeldungen und erst recht keine konkreten Förderformate, mit denen sie ihre Schülerinnen und Schüler zielgerichtet unterstützen könnten. Das Gutachten stellt klipp und klar fest, dass unklar bleibt, welche Maßnahmen aus der Interpretation der Daten abgeleitet werden können. Was sollen Lehrkräfte für ihre pädagogische Arbeit damit anfangen? Das stellt ein strukturelles Problem, wenn nicht sogar ein Scheitern der diesbezüglichen Bildungspolitik dar!
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Beamtenstatus sichert Demokratie – DPhV fordert Dienstherren zur konsequenten Umsetzung ihrer Fürsorgepflicht auf!

Zur 7. Bildungsministerkonferenz begrüßt der Deutsche Philologenverband (DPhV) ausdrücklich, dass die klare Mehrheit der Bildungsministerinnen- und minister zur Verbeamtung von Lehrkräften steht. Für den DPhV ist dies keine Frage des Komforts, sondern eine Frage der Funktionsfähigkeit unserer Demokratie – gerade in Zeiten, in denen Extremisten offen an der Schulpflicht rütteln wollen. Bundesvorsitzende Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing: „Wer Schule destabilisiert, destabilisiert unsere Gesellschaft. Der Beamtenstatus ist ein Schutzschild für Lehrkräfte und damit für unsere Kinder und unsere Zukunft.“
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Trendmonitor KI in der Bildung: DPhV fordert Rechtssicherheit, fachlich-fundierte Fortbildungsangebote für Lehrkräfte und den Schutz fachlicher Standards

Der „Trendmonitor KI in der Bildung 2025“ der Deutschen Telekom Stiftung zeichnet ein ernüchterndes wie aufschlussreiches Bild einer Lücke zwischen technologischer Realität und schulischer Infrastruktur: Obwohl sich das Angebot KI-gestützter Bildungstechnologien seit 2021 in Deutschland verdreifacht hat, ist die systematische Nutzung im Schulunterricht nach wie vor gering („Digital Skills Gap“). Der Deutsche Philologenverband (DPhV) sieht sich durch diese Befunde in seinen zentralen Forderungen bestätigt – nach Rechtssicherheit für Lehrkräfte im Einsatz mit KI, nach geeigneten und fachlich fundierten Fortbildungsangeboten für Lehrpersonal sowie nach Schutz fachlicher und pädagogischer Standards gegenüber unkritischer Technologieadaption. Es besteht dringender Handlungsbedarf für die Bildungsministerinnen und -minister der Länder und für die Schulbehörden!
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