DPhV Mitteilungen

Pressemitteilungen des Deutschen Philologenverbandes

Schulbarometer 2026: Lehrkräfte schultern mehr als je zuvor – ohne tragfähigere Rahmenbedingungen halten sie dieser Last nicht länger stand

DPhV fordert Verankerung des Grundgesetzes bereits in der universitären Phase der Lehrkräftebildung, Unterstützung durch Fachkräfte aus Schulpsychologie und Schulsozialarbeit sowie eine pädagogisch reflektierte KI-Strategie für Schulen
Angesichts der heute veröffentlichten Ergebnisse der Lehrkräftebefragung des Deutschen Schulbarometers der Robert Bosch Stiftung fordert der Deutsche Philologenverband (DPhV) die Bildungspolitik zum Handeln auf: Lehrkräfte leisten täglich Außerordentliches – es wird endlich Zeit, dass die strukturellen Rahmenbedingungen diesem Einsatz gerecht werden! Die Daten sind eindeutig: Fast jede zweite Lehrkraft kämpft mit herausforderndem Schülerverhalten, ausreichende Demokratiebildung scheitert an fehlender Zeit, Unsicherheiten und mangelnder Unterstützung, und KI hält in Rekordgeschwindigkeit Einzug in die Klassenzimmer – die staatlichen Strategien und Instrumente dazu hinken jedoch hinterher und erreichen die Schulen nicht flächendeckend. Der DPhV fordert deshalb die Stärkung der Demokratiebildung auf Basis des Grundgesetzes bereits in der universitären Phase der Lehrkräftebildung, Unterstützung der Lehrkräfte durch Fachkräfte aus Schulpsychologie, Schulsozialarbeit und Verwaltung sowie eine pädagogisch reflektierte KI-Strategie für Schulen.
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„Bildung in Deutschland 2026“: DPhV wertschätzt die bedeutsame Berichterstattung

Der DPhV fordert verbindliche Übergangsempfehlung für die weiterführenden Schulen, um anhaltende Benachteiligung von leistungsstarken Kindern mit niedrigem sozioökonomischem Hintergrund zu beenden.
Der nationale Bildungsbericht „Bildung in Deutschland 2026“ bestätigt mit seinem diesjährigen Schwerpunktkapitel erneut, was zahlreiche Untersuchungen und Studien in der Vergangenheit gezeigt haben: Ohne verbindliche Übergangsempfehlung für die weiterführenden Schularten bleiben leistungsstarke Kinder mit niedrigem sozioökonomischem Hintergrund benachteiligt – selbst bei gleichen Leistungen und Noten. Angesichts dieser erneuten Befunde mahnt der Deutsche Philologenverband (DPhV) an, dass auf jahrelange, wertvolle Diagnosen endlich konkretes politisches Handeln folgen muss – mit einer verbindlichen Übergangsempfehlung von der Grundschule auf die weiterführenden Schularten, um leistungsstarken Kindern unabhängig vom sozioökonomischen Hintergrund den Übergang auf das Gymnasium endlich leistungsgerechter zu ermöglichen.
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Umfrage von DPhV und Lehrer-Online: Jede zweite Lehrkraft unsicher bei Social-Media-Herausforderungen im Schulalltag

79 Prozent sehen suchtähnliche Nutzung durch Schülerinnen und Schüler als drängendste Herausforderung / DPhV fordert verbindliche schulische Konzepte und praxistaugliche Fortbildungen
Jede zweite Lehrkraft fühlt sich bei Social-Media-Konflikten an der Schule unsicher, davon 8 Prozent sogar überfordert und hilflos – das zeigt eine bundesweite Umfrage, die der Deutsche Philologenverband (DPhV) gemeinsam mit dem Bildungsportal Lehrer-Online im Mai/Juni 2026 unter mehr als 1000 Lehrkräften durchgeführt hat. 68 Prozent halten das Thema für relevant oder sehr relevant für ihre tägliche Arbeit, 15 Prozent geben an, akut Unterstützung zu benötigen. Die Befragung zeigt: Die Nutzung von Social-Media und die damit verbundenen Folgen haben den Schulalltag längst durchdrungen.  Die Hälfte der Lehrkräfte braucht mehr Unterstützung, 5 Prozent fühlen sich sehr sicher, sie haben klare Strategien und Handlungsroutinen, und 40 Prozent fühlen sich sicher genug, um mit den meisten Konfliktsituationen in Bezug auf Social Media umgehen zu können.
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DPhV wertschätzt den Einsatz der Lehrkräfte für das Abitur 2026 und begrüßt die Veröffentlichung der Aufgaben aus dem IQB-Aufgabenpool der Naturwissenschaften

Mit dem Ende der schriftlichen Abiturprüfungen 2026 in allen Bundesländern spricht der Deutsche Philologenverband (DPhV) allen Lehrkräften an Gymnasien und gymnasialen Oberstufen seinen ausdrücklichen Dank und hohe Wertschätzung für ihren professionellen und unermüdlichen Einsatz aus. Zugleich begrüßt der DPhV die inzwischen erfolgte Veröffentlichung der Abituraufgaben aus dem IQB-Aufgabenpool der Naturwissenschaften und sieht darin einen weiteren Schritt für mehr Vergleichbarkeit und Chancengerechtigkeit bei der Vorbereitung auf das Abitur.
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Chancenmonitor 2026: DPhV warnt vor weiterer Benachteiligung von Kindern mit niedrigem sozioökonomischem Hintergrund und fordert verbindliche Übergangsempfehlung für die weiterführenden Schulen

Der aktuelle Chancenmonitor 2026 des ifo Instituts und „Ein Herz für Kinder“ zeigt alarmierende Bildungsunterschiede nach sozialer Herkunft auf: Die Wahrscheinlichkeit, ein Gymnasium zu besuchen, liege demnach für Kinder mit bildungsfernen, einkommensschwachen Eltern bei 16,9 Prozent, wogegen sie bei Kindern mit einkommensstarken Eltern mit Abitur bei bis zu 80,3 Prozent liege. Darüber hinaus liege die Wahrscheinlichkeit des Gymnasialbesuchs bei Jungen mit 36,9 Prozent niedriger als bei Mädchen mit 43,5 Prozent. Der Deutsche Philologenverband (DPhV) sieht deutlichen politischen Handlungsbedarf für eine verbindliche Übergangsempfehlung von der Grundschule auf die weiterführenden Schularten, um endlich leistungsstarken Kindern unabhängig vom sozioökonomischen Status den Übergang auf das Gymnasium leistungsgerechter zu ermöglichen.
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