Aktuelles / Presse

Das Streikverbot für verbeamtete Lehrkräfte bleibt: Ein richtiges Zeichen

Der Hessische Philologenverband (hphv) begrüßt das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zum weiterhin gültigen Streikverbot für verbeamtete Lehrkräfte. „Wir sehen uns in unserer Auffassung in vollem Umfang bestätigt, wie es ja auch das Bundesverfassungsgericht bereits in seiner Entscheidung von 2018 verkündet hat“, zeigt sich Volker Weigand, Vorsitzender des hphv, erleichtert. Ein anderes Urteil hätte aus Sicht des hphv wahrscheinlich schwerwiegende Folgen für die Verbeamtung von Lehrkräften mit sich gebracht. So bleibt es bei dem austarierten System von Fürsorge- und Treuepflicht. Damit endet das lange Warten auf eine finale Entscheidung zu dieser für die Schullandschaft außerordentlich bedeutsamen Frage nach vielen Jahren. „Hervorzuheben ist auch die sehr deutliche Mehrheit, mit welcher der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte dieses Urteil gefällt hat“, so der Vorsitzende weiter. Mit 16 zu einer Stimme hat der Gerichtshof seine Entscheidung getroffen. Dies lässt aus Sicht des Philologenverbandes nun definitiv keinen Spielraum mehr für Interpretationen und weitere Gespräche zum Streikrecht für Lehrkräfte im Beamtenverhältnis.
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Pädagogischer Ausschuss tagte online

Wegen der Wetterbedingungen trafen sich die Mitglieder des Pädagogischen Ausschusses Ende November kurzfristig per Video-Schaltung und nicht wie geplant in Präsenz. Themen waren Berichte über Veranstaltungen und Sitzungen, an denen die PA-Führung und PA-Mitglieder teilgenommen hatten. Dabei lag der Schwerpunkt auf der Auswertung der Vertreterversammlung 2023 des hphv. Die Feinplanung der Pädagogischen Tagung 2024 mit dem Thema „Digitalisierung und KI – den Schulalltag effektiv meistern“, die am 22. und 23. Februar in Weilburg stattfinden wird, war ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt. Das detaillierte Programm und die Anmeldemodalitäten finden sich hier.
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PISA-Studie 2023 – Wann kippt der schiefe (Bildungs-)Turm endgültig?

Wenig überrascht zeigt sich der Hessische Philologenverband (hphv) über die Ergebnisse der neuesten Pisa-Studie. „Wenn man sich anschaut, wie mit dem Thema Bildung quer durch die Republik seit der ersten Studie Anfang des Jahrtausends umgegangen wurde, wundert einen vielmehr, dass die Öffentlichkeit in dieser Woche über einen weiteren Tiefpunkt noch geschockt ist“, so der Landesvorsitzende Volker Weigand.
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Aktive Gewerkschaftsarbeit: Blickpunkt Schule 5/2023

Inhalt dieser Ausgabe:
Wechsel an der Verbandsspitze und Vorstellung der neuen gfV-Mitglieder; Berichte vom hphv-Vertretertag und dem Jubiläumsempfang; von erfolgreichen internen und externen Veranstaltungen; Klartext; Im Brennpunkt u.v.m; inklusive Terminplan für die Personalratswahlen 2024.

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Der zentrale Rohstoff für die Bauindustrie: Eben doch nicht wie “Sand” am Meer! – Ein Kurzbericht der Veranstaltung mit dem Verband Deutscher Schulgeographen Landesverband Hessen

Betrachtung eines knappen Rohstoffs: Von der lokalen Versorgung in Hessen, bis hin zur internationalen Sandmafia
Der Vortrag des Referenten Dietmar Steinbach, Vorsitzender des Verbands der Deutscher Schulgeographen Landesverband Hessen e.V. spannte den Bogen von der Versorgung mit dem für die Bauindustrie zentralen Rohstoff “Sand” auf der lokalen Ebene in Hessen und griff dann den internationalen Sandhandel, insbesondere in Fernost, auf, um die dortigen Strukturen, die bisweilen “mafiöse Züge” aufweisen, und die damit verbundenen Probleme zu benennen. Das Thema ist relevant für die Projektarbeit in der Sekundarstufe 1 und vor allem in der im ersten Schulhalbjahr 2023/2024 laufenden Q1 und Q3, die sich beide aufgrund des Wechsels des Currikulums sich mit dem Themenfeld Rohstoffe befassen sollen.

Dietmar Steinbach referierte nunmehr zum zweiten Mal in Kooperation mit dem Hessischen Philologenverband (hphv) zu Themen, die nicht nur Geografenherzen höherschlagen lassen. Sein Referat über “Sand als Ressource” berührte verschiedene inhaltliche und didaktische Ebenen. Steinbach erörterte anhand des didaktischen Würfels, wie Themenbereiche der Geografie für Schülerinnen und Schüler aufbereitet werden können. Dabei wurde deutlich, dass auch durchaus andere Inhalte anhand des Würfels vermittelt werden können. Inhaltlich zeigte Steinbach regional – anhand der Wetterau – die Beschaffenheit der dortigen Böden auf. Es gibt hier durchaus Böden, die eine Ausbeutung lohnen, was vor Ort jedoch ambivalent gesehen wird. Aus Mittelhessen heraus warf der Vortrag schließlich weltpolitische Fragen auf. Steinbach schilderte diverse chinesische Maßnahmen, so zum Beispiel die Absicht, mit dem Aufschütten künstlicher Inseln im südchinesischen Meer Machtansprüche zu unterstreichen bis hin zur Sandmafia in Kambodscha, und zeichnete auch die Schattenseiten des Sandbooms nach. Ohne Sand, so könnte man verkürzen, kein wirtschaftliches Wachstum. Dass diese Erkenntnis auch ökologische Implikationen hat, liegt auf der Hand. So skizzierte der Referent anhand eindrücklicher Bilder die teilweise fatalen Folgen, die beispielsweise das Ausbaggern von Flüssen haben kann.

li. T. Küchenmeister, re. H. Riess

Die ca. dreißig Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung besuchten im Anschluss das Energiemuseum in Wölfersheim, wo sie sich dank einer Führung sowie zahlreicher Exponate ein Bild von der Braunkohlegewinnung in dieser hessischen Region machen konnten. Kein geringerer als Helmut Riess, einer der letzten Steiger im Untertagebau in Wölfersheim, berichtete aus seinem Leben. Thomas Küchenmeister, der für die Feuerwehr Wölfersheim den Vortragsort zur Verfügung gestellt hatte, moderierte den Austausch. Zum Abschluss dankte Thorsten Rohde, stellvertretender Landesvorsitzender des hphv, allen Gästen und Akteuren für den kurzweiligen Abend.

Thorsten Rohde