Die Hessischen Philologen zum Abitur 2022 – nicht immer glänzend
Die Hessischen Philologen fordern die Glaubwürdigkeit des Abiturs zu erhalten – Realitätsverweigerung aufseiten der Politik wäre fatal! An Hessens Schulen gibt es zuhauf gute Abschlüsse; auch die Gymnasien verlassen – nahezu überall in Deutschland – immer mehr Abiturientinnen und Abiturienten mit immer besseren Noten. Ist das auf einen geheimnisvollen Leistungs- und Intelligenzzuwachs der Absolventen zurückzuführen? Mitnichten.
Die Freude über 1,0-Traumabiture, in diesem Jahr in Hessen immerhin 4,5 Prozent (2016 waren es noch 2,1), und über glänzende Abiturnotenschnitte (in Hessen 2,23 Prozent, im Vergleich zu 2,40 in 2016) ist das eine und sei allen gegönnt. Zwingend mitgedacht werden muss jedoch, dass die immer besseren Noten im Abitur keinen Anstieg des allgemeinen Bildungsniveaus spiegeln; im Gegenteil, die Lage ist beunruhigend und darf nicht vernebelt werden. weiterlesen →
Unterrichtsfach „Digitale Welt“: Ein Kommentar des hphv-Landesvorsitzenden Reinhard Schwab
Digitale Technologien gehören in den Unterricht, sofern sie unterrichtsrelevant sind. Ein solcher Einsatz, aber auch der reflektierte Umgang mit den neuen Medien muss in der Schule systematisch angebahnt werden. Von daher ist die Einrichtung eines Faches „Digitale Welt“ ein richtiger Schritt. Der „Digitalen Welt“, in der Informatik, Ökonomie und Ökologie verbunden werden sollen, fehlt jedoch die Einbindung in die Systematik der Fächer; es droht die Gefahr, dass die „Digitale Welt“ als Querschnittsfach ein Randphänomen bleibt, ohne Versetzungsrelevanz, ohne Belegungsverpflichtung. weiterlesen →
BPA bringt Köpfe zum Rauchen
Die Vorsitzenden des Ausschusses für berufspraktische Fragen (BPA), Boris Krüger und Victoria Hildebrand, luden am Dienstag, den 19. Juli 2022, zu einem Meet’n’Greet mit den Jungphilologen ein – in gewohnter Manier online.
Pünktlich um 19:30 Uhr erschienen sowohl bekannte als auch neue Gesichter in den Kacheln der Webex-Konferenz. Im Besonderen wurde der Besuch aus den Landesverbänden Thüringen und Sachsen begrüßt, der sich von den Aktivitäten der Hessen inspirieren lassen wollte. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde starteten die 12 Teilnehmenden in vier Gruppen aufgeteilt in den EscapeRoom mit dem Titel „Turbulenzen auf hoher See“. Ein Spiel, bei dem die Teams Hinweise entdecken, kooperativ Rätsel lösen und Aufgaben erledigen, um gemeinsam ein bestimmtes Ziel in begrenzter Zeit zu erreichen. weiterlesen →
Austausch, Meinungsbildung und Planung – Sitzung des Pädagogischen Ausschusses
Zu seiner alljährlichen zweitägigen Sitzung traf sich der Pädagogische Ausschuss (PA) des Hessischen Philologenverbands kurz vor Schuljahresende in Neu Anspach. Es wurde aus einer Reihe von Sitzungen und Veranstaltungen berichtet, an denen PA-Mitglieder teilgenommen hatten. Die Vorsitzende des DPhV Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, die erfreulicherweise als Mitglied „ihrem PA“ weiterhin die Treue hält, gab einen Einblick in die Arbeit auf Bundesebene. Eine Reihe von Anträgen für die VV 2022 wurde formuliert. Sie betreffen pädagogische und fachliche Inhalte sowie die Arbeitssituation der Lehrkräfte. Für die Planung der Pädagogischen Tagung 2023 wurde ein Konzept erarbeitet. Sie soll als zweitägige Präsenzveranstaltung Ende März stattfinden. Thematisch geht es um die Voraussetzung „Bildungssprache“ für das erfolgreiche Durchlaufen der Sekundarstufe I. Mehr dazu demnächst. weiterlesen →
Deutscher Philologenverband gratuliert Abiturienten und ihren Lehrkräften
Drittes Abitur unter Corona-Bedingungen abgeschlossen Verbandsvorsitzende Lin-Klitzing: Jetzt Vorsorge für Herbst und Winter treffen
Zum abgeschlossenen Abitur in allen Bundesländern gratuliert der Deutsche Philologenverband (DPhV) den Abiturientinnen und Abiturienten und dankt insbesondere allen Gymnasiallehrkräften: „Sie haben ein drittes Mal Ihre Schülerinnen und Schüler sicher und erfolgreich durch das Abitur geführt. Das ist angesichts der hohen Zusatzbelastungen durch die Corona-Pandemie besonders hervorzuheben“, erklärt die DPhV-Vorsitzende Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing. „Gute Leistungen haben ihre Gründe. Wenn die Kultusministerinnen und -minister nun ständig davon sprechen, dass die sog. ,Schulschließungen‘ während der Corona-Pandemie ein Fehler gewesen seien, müsste doch von ihnen genauso klar hervorgehoben werden, dass rückblickend die deutschen Gymnasiallehrkräfte die meiste Präsenzzeit in der gymnasialen Oberstufe im Vergleich aller OECD-Staaten erbracht haben. Nicht nur dafür gilt allen Lehrkräften unser besonderer Dank“, so Lin-Klitzing weiter. weiterlesen →