Aktuelles / Presse

DPhV: Deutsche Rechtschreibung ist auch in Zeiten von KI nicht verhandelbar / Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist ernst zu nehmen

Dieselbe Sprache zu sprechen ist – wörtlich wie sprichwörtlich – die Grundvoraussetzung für gegenseitiges Verständnis. Zu einer solchen einheitlichen Sprache gehört das geschriebene Wort ebenso wie das gesprochene. Einheitliche Regeln der Rechtschreibung stellen sicher, dass jeder das Kommunizierte verstehen kann, dass Missverständnisse vermieden werden und dass alle in gleicher Weise am Austausch teilnehmen können.

Mit größtem Unverständnis reagiert der Deutsche Philologenverband (DPhV) daher auf das Infragestellen der Bedeutung der deutschen Rechtschreibung und ihrer souveränen Beherrschung, vermittelt durch den Schulunterricht. DPhV-Bundevorsitzende Prof. Susanne Lin-Klitzing sagt: „Der Konsens über gemeinsame Rechtschreibregeln ist eine gewaltige Errungenschaft. Sie aus reiner Bequemlichkeit und aufgrund nur oberflächlicher Auseinandersetzung zu opfern, wäre unverantwortlich. Wenn wir uns nicht einmal auf gemeinsame Rechtschreibregeln einigen können, worauf wollen wir uns dann überhaupt noch einigen? Erst jüngst hat das Bundesverfassungsgericht die gesellschaftliche Bedeutung der Rechtschreibung hervorgehoben. Wir täten gut daran, dem Bundesverfassungsgericht zu folgen und nicht irgendwelchen Spontanimpulsen, wie beispielsweise denen vom baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann dazu. Eine Aufweichung der Bedeutsamkeit der Rechtschreibregeln für den Schulunterricht wäre ein fatales Signal für den Bildungsstandort Deutschland.“
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Hessischer Philologenverband fordert: Digitalpakt 2.0 nachhaltig und unbürokratisch umsetzen

Der Hessische Philologenverband (hphv) begrüßt die Fortsetzung des Digitalpakts für Schulen über das Jahresende hinaus hinsichtlich der geplanten Infrastrukturinvestitionen und dem Ansatz, Fortbildungsangebote für Lehrkräfte auszubauen.

Große Bedenken sieht der Landesvorsitzende Volker Weigand aber bereits bei der Ankündigung, dass der Bund sich im Anschluss aus weiteren Finanzhilfen herausziehen will. Aus Sicht des hphv passt das nicht zu den Schritten, die zuletzt auf eine stärkere Vereinheitlichung von Schulpolitik abgezielt haben: „Damit wird die Förderung wieder stärker als zuvor abhängig von den jeweiligen Landesetats. Aufgrund der gestiegenen Verschuldung vieler Bundesländer mit einer noch schärferen Schuldenbremse als die des Bundes droht leider ein Negativszenario, in welchem gerade im Bereich der Bildungsetats der Rotstift angesetzt werden könnte“.
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DPhV: Erschütternde Zahlen des Deutschen Schulbarometers bestätigen Negativtrends im deutschen Bildungswesen

Mehr Entlastung und verbesserte Fortbildungsmöglichkeiten für Lehrkräfte dringend notwendig
Das heute veröffentlichte Deutsche Schulbarometer bestätigt aus Sicht des Deutschen Philologenverbands (DPhV) negative Entwicklungen im deutschen Bildungswesen, die in weiten Teilen hausgemacht sind. DPhV-Bundesvorsitzende Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing sagt: „Es ist erschütternd, dass so viele Lehrkräfte im Alltag verschiedene Formen von Gewalt erleben müssen. Dies ist allerdings ein gesamtgesellschaftliches Problem, nicht nur eines in den Schulen. Leider bestätigt das Schulbarometer auch weitere negative Entwicklungen, die wir schon seit Jahren anmahnen: beispielsweise den durch zu geringe Einstellungsquoten mitverschuldeten Lehrkräftemangel oder den maroden Zustand vieler Schulen. Dies alles führt zu zusätzlichem Stress für Lehrkräfte und ihre Schüler und Schülerinnen.“
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dbb hessen Nachrichten 4/2024 – Themenschwerpunkt Personalratswahlen

Inhalt der dbb_Nachrichten_April_2024 Personalratswahlen – Was sind die Aufgaben?, Wofür steht der dbb Hessen?, Was wurde alles erreicht?, Übertragung des Tarifergebnisses, Ziele des dbb Hessen

Chance oder Gefahr? Mögliche Auswirkungen von KI auf Schule und Unterricht – eine Fortbildung am 18. April 2024 in Kassel

„Es wird angesichts der rasanten Entwicklung von KI eine Renaissance der mündlichen Prüfungen an den Schulen geben.“ Mit diesem Statement beendete Prof. Dr. David-S. Di Fuccia, Leiter der Chemie-Didaktik an der Universität Kassel und Mitglied im Vorstand des Deutschen Philologenverbandes, seinen 75-minütigen Vortrag zu den Auswirkungen von KI auf Schule und Unterricht. Der Einladung des dlh-Kreisverbandes Kassel und des hphv-Bezirks Nordhessen waren insgesamt knapp 20 Lehrkräfte gefolgt und in der Kasseler Albert-Schweitzer-Schule zusammengekommen. Zusätzlich verfolgten in einem Livestream 12 Kolleginnen und Kollegen aus dem gesamten Bundesgebiet den Vortrag und die anschließende Diskussion. Dies war damit die erste Hybrid-Veranstaltung  von dlh und hphv.
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