DPhV Mitteilungen

Pressemitteilungen des Deutschen Philologenverbandes

Datenbasierte Steuerung und Entwicklung von Schulen: DPhV fordert neue Ressourcen für die Förderung von Schülerinnen und Schülern statt bloßer Lernstandserhebung / Aufgaben der Bildungspolitik dürfen nicht zu Zusatz-Aufgaben von Lehrkräften werden

 Anlässlich der 6. Bildungsministerkonferenz am 18.12.2025 fordert der Deutsche Philologenverband (DPhV), bei der Umsetzung einer datenbasierten Steuerung und Entwicklung von Schulen drei zentrale Punkte in den Fokus der politischen Debatte zu stellen: Zielklarheit, Rollenklarheit, Ressourcenklarheit!
Das Ziel einer solchen Steuerung muss die verstärkte Leistungsförderung der Schülerinnen und Schüler im Schulwesen sein.
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Wir sind das Gymnasium! DPhV-Bundesvorsitzende Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing auf 42.Vertreterversammlung mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt

Berlin, 14.11.2025 – Mit überwältigender Mehrheit wurde Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing heute auf der 42. Vertreterversammlung des Deutschen Philologenverbandes (DPhV) mit 109 von 111 Stimmen erneut zur Bundesvorsitzenden gewählt! Lin-Klitzing ist seit 2017 die erste weibliche Bundesvorsitzende des 1903 in Halle gegründeten Lehrkräfteverbandes. Gemäß des Veranstaltungs-Mottos „Leistung fordern, Vertrauen fördern, Lehrkräfte stärken“ wird sie auch weiterhin mit voller Überzeugung dafür eintreten, das Gymnasium in seiner bedeutsamen und etablierten Stellung zu sichern und in seiner zukunftsfähigen Weiterentwicklung zu stärken.
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Rückenwind für das Gymnasium! forsa-Umfrage zeigt: 92 Prozent der Bevölkerung stehen klar zum Gymnasium!

Die deutsche Gesellschaft steht klar zum Gymnasium. Die aktuelle, im Auftrag des Deutschen Philologenverbandes (DPhV) im Oktober 2025 durchgeführte repräsentative forsa-Umfrage „Meinungen zum Gymnasium“ zeigt: Das Gymnasium wird als unverzichtbar angesehen und bleibt das Herzstück des deutschen Schulsystems. Wiederkehrende Kritik an dieser Schulart und andauernde Reformvorschläge, wie etwa eine „Schule für alle“, finden keine Zustimmung. Laut Umfrage sprechen sich 92 Prozent der Befragten gegen die Abschaffung des Gymnasiums aus.
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forsa-Umfrage zeigt: Gymnasium soll Leistung fordern! Elternwille allein reicht nicht – beim Übergang auf das Gymnasium muss Leistung zählen / Abitur als entscheidende Voraussetzung für ein Hochschulstudium erwünscht

Die große Mehrheit der Deutschen wünscht sich für ihre Kinder leistungsorientierte Übergangsentscheidungen von der Grundschule auf die weiterführenden Schulen. Dies bestätigt die im Auftrag des Deutschen Philologenverbandes (DPhV) durchgeführte repräsentative forsa-Umfrage „Meinungen zum Gymnasium“ vom Oktober 2025. Auf die Frage, ob die Wahl der weiterführenden Schule ausschließlich vom Elternwillen abhängen solle, sprechen sich mehr als neun von zehn (92 Prozent) Befragten dagegen aus – neben den Wünschen der Eltern sollten auch die Leistungen der Schülerinnen und Schüler sowie die fachliche Einschätzung der Lehrkräfte berücksichtigt werden. Das macht klar: Der Elternwille steht bei den Bürgerinnen und Bürgern nicht über dem Leistungsgedanken. Nennenswerte Unterschiede nach Region, Alter, Geschlecht, Bildung oder Kindern im Haushalt zeigen sich nicht.
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DPhV: IQB-Bildungstrend bestätigt nachlassende Schülerleistungen / Fehlende Lehrbefähigung vieler Lehrkräfte weiterhin blinder Fleck deutscher Bildungspolitik / Gymnasiallehrkräfte tragen zu hohe Lasten, während Leistungsförderung politisch vernachlässigt wird

Der Deutsche Philologenverband (DPhV) sieht in den schlechten Ergebnissen des IQB-Bildungstrends 2024 nicht nur das gesellschaftliche Problem unzureichender Schülerleistungen, sondern auch das einer tiefgreifenden politischen Fehlsteuerung in der Einstellung und Ausbildung der Lehrkräfte sowie eine Vernachlässigung der gymnasialen Belange. Immer mehr Lehrkräfte unterrichten in allen Schularten ohne ausreichende Lehrbefähigung – eine Ursache für sinkende Kompetenzen in Mathematik und den Naturwissenschaften. Geht die Politik diesen Weg weiter, steuern wir in eine Bildungskatastrophe! Auch das Gymnasium wird die von ihm geforderten Leistungserträge nicht mehr erbringen können!
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