Aktuelles

Chancenmonitor 2026: DPhV warnt vor weiterer Benachteiligung von Kindern mit niedrigem sozioökonomischem Hintergrund und fordert verbindliche Übergangsempfehlung für die weiterführenden Schulen

Der aktuelle Chancenmonitor 2026 des ifo Instituts und „Ein Herz für Kinder“ zeigt alarmierende Bildungsunterschiede nach sozialer Herkunft auf: Die Wahrscheinlichkeit, ein Gymnasium zu besuchen, liege demnach für Kinder mit bildungsfernen, einkommensschwachen Eltern bei 16,9 Prozent, wogegen sie bei Kindern mit einkommensstarken Eltern mit Abitur bei bis zu 80,3 Prozent liege. Darüber hinaus liege die Wahrscheinlichkeit des Gymnasialbesuchs bei Jungen mit 36,9 Prozent niedriger als bei Mädchen mit 43,5 Prozent. Der Deutsche Philologenverband (DPhV) sieht deutlichen politischen Handlungsbedarf für eine verbindliche Übergangsempfehlung von der Grundschule auf die weiterführenden Schularten, um endlich leistungsstarken Kindern unabhängig vom sozioökonomischen Status den Übergang auf das Gymnasium leistungsgerechter zu ermöglichen.
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Hessischer Philologenverband weist Kürzung der Altersermäßigung ab 55 Jahren zurück: Mehr Belastung für ältere Lehrkräfte

Der Hessische Philologenverband (hphv) lehnt die angekündigte Kürzung der Altersermäßigung für Lehrkräfte ab 55 Jahren in Hessen ab. „Aus unserer Sicht ist das der falsche Weg, mit knapperen Haushaltsmitteln umzugehen“, stellt der hphv-Landesvorsitzende Volker Weigand fest. Mit zunehmendem Berufs- und Lebensalter steigt die Belastung, ebenso wie in anderen Berufen, auch bei Lehrerinnen und Lehrern an. Die Altersgruppe der über 55-jährigen verzeichnet eine über dem Gesamtdurchschnitt liegende Krankenstandsquote, Langzeiterkrankungen nehmen zu und Burn-out bzw. Depressionen sind Folgen einer psychischen Belastung, die viele Faktoren wie z.B. Gewalt gegen Beschäftigte hat. Immer häufiger mündet die Überbelastung auch in der Dienstunfähigkeit und verschärft somit den Lehrkräftemangel weiter, der bereits seit Jahren eine Herausforderung in bestimmten Regionen und Schulformen darstellt.
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NEU: dlh-Ratgeber KOMPLEMENT „Lehrkräftebildung“

Mit dem Ersten Bürokratieabbaugesetz vom 16. Dezember 2025 wurden per Artikelgesetz 90 Rechtsvorschriften geändert; davon betroffen sind auch per Artikel 25 die Oberstufen- und Abitur-Verordnung (OAVO) und per Artikel 66 die Durchführungsverordnung zum Hessischen Lehrkräftebildungsgesetz (HLbGDV).

Im dlh-Ratgeber KOMPLEMENT hat Herbert Grimme, der Verfasser des dlh-Ratgebers, die Neufassung des Teildrucks „Lehrkräftebildung“, bestehend aus dem Hessischen Lehrkräftebildungsgesetz (HLbG) und der dazugehörigen Durchführungsverordnung (HLbGDV), zusammengestellt. Zum Download

 

Sara Hintze zieht Bilanz nach sechs Monaten als Justiziarin beim hphv

„Ich wurde vom Vorstand, den Kolleginnen aus der Geschäftsstelle und den Mitgliedern sehr gut aufgenommen.“, stellt Frau Hintze ihrer Bilanz nach sechs Monaten bei uns im hphv voran. Sie sei gut angekommen und arbeite sich immer tiefer und umfassender in die angefragten Themengebiete ein.

„Ich habe in den vergangenen Monaten sehr viele interessante und unheimlich freundliche Gespräche mit unseren Mitgliedern geführt“, sagt sie über ihre Arbeit im Justiziariat. Darüber hinaus sei es auf rechtlicher Ebene sehr spannend, da kaum eine Anfrage der anderen gleiche. „Fast jeder Sachverhalt unterscheidet sich zumindest in einer kleinen Nuance von vorangegangenen Anfragen.“ Weiter sagt sie: „Ich bin unglaublich dankbar für das große Verständnis, das mir alle hphv-Mitglieder für meine Einarbeitung in die rechtlichen Themengebiete entgegengebracht haben und immer noch entgegenbringen.“

Was sie darüber hinaus sehr freut, ist die gute Vereinbarkeit der Sprechzeiten (dienstags und donnerstags jeweils von 12 Uhr bis 16 Uhr unter 0611 300865) und ihrer weiteren Arbeitszeiten von zwölf Stunden, verteilt auf zwei Tage (montags und mittwochs), mit der Betreuung ihrer zwei kleinen Kinder.

Abschließend hält sie fest, dass sie sich sehr wohl in ihrer neuen Position fühlt und sich auf die Herausforderungen der nächsten Jahre freut. Schmunzelnd fügt sie hinzu: „Nicht nur die beruflichen beim hphv, sondern auch die privaten.“ Ihre große Tochter wird ab dem Sommer die Grundschule besuchen. „Dann bekomme ich noch einen weiteren Blickwinkel auf unser Bildungssystem. Bislang sehe ich die Aspekte, die die Öffentlichkeit bzw. die Presse darstellt, die Einblicke durch meinen Ehemann, der als Lehrkraft in Rheinland-Pfalz tätig ist und die Berichte unserer Mitglieder. Mit dem Einblick als Elternteil vervollständige ich meinen Überblick.“

Sara Hintze

dbb Hessen Nachrichten 3/2026

Inhalt der aktuellen Ausgabe: Neuer Tarifabschluss für Hessen steht; Tarifrunde: Zwei intensive Monate – Rückblick; Mitglied in Fachgewerkschaft des dbb werden; Weltfrauentag: Brauchen das Engagement; Medienanstalten: Schutz vor Cybergrooming