Hessischer Philologenverband fordert „Bildung braucht Qualität“

vom | Kategorie: Aktuelles, hphv Mitteilungen

Am 29.10.2026 fand die diesjährige Vertreterversammlung des Hessischen Philologenverband (hphv) statt. Unter dem Motto „Bildung braucht Qualität“ diskutierten die angereisten Schulvertrauenspersonen aus über 100 Schulen über zahlreiche Anträge zu schul- und bildungspolitischen Themen und zu Fragen der Verbandsorganisation.

Am Nachmittag zeichnete Staatssekretär Dr. Manuel Lösel einen Rundumblick über verschiedene Entwicklungen seit Beginn des Schuljahres. Dabei ging er vor allem auf die datengestützte Schul- und Unterrichtsentwicklung ein, von der sich das Hessische Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen (HMKB) eine verbesserte Unterrichtsqualität durch die Unterstützung der Lehrkräfte über die spezielle Förderung von Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichen Leistungsständen verspricht. Weiterhin stand im Zentrum des Austauschs das Bildungschancenpaket, welches neben der Einführung des Schulfachs „KI und Digitale Welt“ sowohl eine ausgeweitete Förderung in den Fächern Deutsch und Mathematik als auch eine Stärkung der Förderung leistungsstärkerer Schülerinnen und Schüler vorsieht. Zu diesen Themen stellten die anwesenden Mitglieder zahlreiche Fragen auch an Frau Dr. Annette Petri, die als Leiterin des Gymnasialreferats des HMKB ebenfalls anwesend war. Offene Fragen und Anregungen sollen im Nachgang zur Veranstaltung auch im weiteren Austausch zwischen HMKB und dem geschäftsführenden Vorstand bei den kontinuierlich stattfindenden Gesprächen behandelt werden.

Am Vormittag bereits hatte der Vorstand seine in der Verbandszeitschrift „Blickpunkt Schule“ abgedruckten Rechenschaftsberichte ergänzt und ging unter der Leitung des hphv-Vorsitzenden Volker Weigand insbesondere auf die Fragen rund um die Besoldung ein, die auch die Schulvertrauenspersonen und Schulgruppen des hphv bewegt. Neben dem Haushaltsbericht des Schatzmeisters Carsten Franz und der erfolgten Entlastung des Vorstandes sowie der Verabschiedung des Haushaltsplans für das neue Geschäftsjahr wurde Angelika Kiene-Bock, die über einen langen Zeitraum das hphv-Referat „Schule und Wirtschaft“ betreut hat und im Pädagogischen Ausschuss (PA) sowohl als langjährige Vorsitzende als auch als Mitglied prägend tätig war, zum Ehrenmitglied ernannt. Im Rahmen des Totengedenkens ging der Vorsitzende insbesondere auf den im September plötzlich und unerwartet verstorbenen Kollegen Jochen Delp ein, der über viele Jahre u.a. als Mitglied im Schulpolitischen Ausschuss (SPA) mit Leidenschaft mitgearbeitet hat.

Den weitaus größten Anteil der Vertreterversammlung, die unter der Versammlungsleitung von Bert Thieme und Peter Meiss durchgeführt wurde, nahm die Antragsberatung ein: Schwerpunkte waren hier auch aus aktuellem Anlass die Novellierung des Lehrerbildungsgesetzes, die der hphv mit Blick auf die geplante Verkürzung des Vorbereitungsdienstes auf 18 Monate sowie der Anhebung der Unterrichtsverpflichtung der auszubildenden Lehrkräfte kritisch sieht. Hierzu hatte der Vorstand auch eine ausführliche Stellungnahme verfasst, welche die stellvertretende Landesvorsitzende Annabel Fee zeitgleich am Vormittag im Kultuspolitischen Ausschuss (KPA) des Hessischen Landtages im Rahmen der mündlichen Anhörung vertrat. Weiterhin ging es um die Übergänge zu den weiterführenden Schulen (Jahrgangsstufen 4/5) und der Oberstufe, organisatorische Fragen rund um das Abitur, um Bürokratieabbau und die bereits in der Vergangenheit immer wieder geforderte deutliche Reduzierung bei der Erstellung der Förderpläne an weiterführenden Schulen.

Mit Blick auf die gesamte  Veranstaltung zeigte sich der Vorsitzende Weigand äußerst zufrieden und formulierte stellvertretend für den Landesvorstand den Anspruch des hphv, auch im kommenden Jahr weiterhin konstruktiv-kritisch in den anstehenden Gesprächen und bei Stellungnahmen die Positionen des Verbandes für eine bessere Bildung mit Nachdruck zu vertreten.

hphv-Pressemeldung vom 30.10.2026

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