Mehr Geld für Landesbeschäftigte: Zustimmung zum Tarifabschluss in Hessen
Hessischer Philologenverband sieht das Ergebnis der Tarifverhandlungen positiv
Der Hessische Philologenverband (hphv) begrüßt das Ergebnis der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst des Landes Hessen: Zum 1. Juli 2026 steigen die Löhne um 3,0 Prozent und zum 1. Oktober 2027 um weitere 2,8 Prozent.
„Angesichts der schwierigen Verhandlungen aufgrund der Haushaltslage des Landes Hessen ist das Ergebnis als ein guter Kompromiss und im Rahmen der Möglichkeiten zu sehen“, ordnet der hphv-Landesvorsitzende und stellvertretende dbb Hessen-Landesvorsitzende Volker Weigand die Inhalte des neuen Tarifvertrages ein. „Ein besonderer Dank geht dabei auch an die über 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der dbb-Gewerkschaften, die am vergangenen Mittwoch und somit einen Tag vor der letzten Verhandlungsrunde ein deutliches Zeichen auf der Straße und bei der Abschlusskundgebung in Wiesbaden gesetzt haben“, sieht Weigand die Aktionen insgesamt während der Tarifverhandlungen unter der Leitung der Vorsitzenden des dbb-Tarifausschusses Katja Geweniger als überaus gelungen an.
Weiterhin ist vereinbart worden, dass die Inhalte des Tarifvertrages zeitgleich und systemgerecht per Besoldungsgesetz auch auf die Beamtinnen und Beamten sowie auf die Versorgungsempfänger im Ruhestand übertragen werden sollen. Darüber hinaus bleibt das Landesticket Hessen für die Beschäftigten bis Ende 2028 erhalten. „Im Hinblick auf das noch ausstehende Urteil zur Verfassungsklage gegen das Land Hessen vor dem Bundesverfassungsgericht ist die angekündigte Übertragung ein wichtiges Zeichen“, richtet Weigand den Blick bereits auf die kommenden Monate. Nach dem Urteil des VGH Kassel im November 2021 und des BVerfG gegen das Land Berlin im November 2025 hat Innenminister Poseck bereits Anfang Februar 2026 erklärt, dass eine Reparatur mit dem Ziel einer verfassungskonformen Besoldung der hessischen Beamtinnen und Beamten noch in diesem Jahr erfolgen soll.
„Angesichts des Fachkräftemangels auch im Bereich der Lehrkräfte trägt eine faire Bezahlung dazu bei, den Lehrerberuf endlich wieder attraktiv zu machen und junge Menschen davon zu überzeugen, diesen Berufsweg einzuschlagen“, setzt Weigand darauf, dass sich wieder mehr Abiturientinnen und Abiturienten für die Lehramtsausbildung interessieren.
hphv-Pressemeldung vom 30.03.2026
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