Covid-19 sorgt als stetiger Begleiter für neue Anspannung und Unsicherheit in den Schulen

Nach den Herbstferien stehen die Schulen vor ihrer eigentlichen Bewährungsprobe: „Frischluftoption“ und AHA-Regeln reichen außerhalb der Klassen als Schutzmaßnahmen in den Wintermonaten nicht aus!
Die Pandemierealität ist weiterhin und stärker denn je eine riesige Herausforderung für Politik und Gesellschaft, zumal die Infektionszahlen drastisch steigen. Auch wenn man der Schülerschaft den Unterricht im winterlichen Outfit zumuten kann, stößt das Lüften der Klassenräume immer wieder an seine Grenzen. Kipplüftung allein ist zu wenig, Dauerlüften im Winter ungesund, Klassenräume sollten auch nicht zu stark auskühlen und manche Fenster lassen sich gar nicht öffnen.

Zwar sind die Schulen bislang ganz ordentlich durch die Gefahrenlage gekommen, trotzdem muss das Kultusministerium jetzt in dieser diffusen Situation klare Strategien kommunizieren. „Bei steigenden Infektionszahlen wird Lüften allein nicht mehr ausreichen, die AHA-Maßnahmen müssen auch im Klassenzimmer Gültigkeit haben und hier kommt der Abstandsregel die größte Bedeutung zu“, betont der Landesvorsitzende Reinhard Schwab.

Das Ministerium sollte also seine Aufmerksamkeit darauf richten, ab wann wieder kleinere Klassenverbände eingerichtet werden müssen (sog. „Wechselmodell“). Daran kommen wir insbesondere in Risikogebieten mit hohen Inzidenzwerten nicht vorbei, wenn ausreichend Sicherheitsabstände realisiert werden sollen. Das muss auch den Eltern rechtzeitig vermittelt werden, damit sie entsprechende Vorsorge treffen können.

Lehrkräfte stehen in dieser schwierigen Zeit in doppelter Verantwortung. Sie müssen den Bildungsprozess der ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen in Gang halten, um Lerndefizite so gut wie möglich zu vermeiden. Gleichzeitig sollen sie dafür Sorge tragen, dass die Ansteckungsgefahr für die Schüler und sie selbst möglichst gering bleibt.

Den Schülern muss deshalb verdeutlicht werden, dass auch sie in der Verantwortung stehen. Kooperation und angemessenes Verhalten muss ihnen abverlangt werden, vor allem wenn sie in Peergroups unterwegs sind. Und auch Eltern sollten sich hier in der Verantwortung sehen.

hphv-Pressemeldung vom 16.10.2020

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