Der Hessische Philologenverband fordert dringend eine wissenschaftliche Untersuchung zur Schulöffnung

Einerseits begrüßt der Hessische Philologenverband aus pädagogischen Gründen die Schulöffnung ab dem 18.05.2020. Andererseits erfüllt diese Entscheidung viele Lehrkräfte, Eltern und Schüler mit großer Sorge wegen des ungewissen Ausgangs. Alle Beteiligten werden unzweifelhaft wegen der großen Anzahl von Menschen auf relativ kleinem Raum einem erhöhten Risiko zur Ansteckung ausgesetzt. Bislang liegt keine eindeutige Studie vor, die die Infektionsübertragungen bei Kindern und Jugendlichen und von diesen auf Erwachsene nachvollziehbar untersucht hätte.

Daher fordert der Philologenverband die Landesregierung auf, zu Beginn der Schulöffnung, vor dem Start der Sommerferien und direkt nach den Sommerferien eine wissenschaftliche Untersuchung durchzuführen. Nur so könnte geklärt werden, ob innerhalb der Schulen ein spezifisches Infektionsrisiko und Infektionsgeschehen nachgewiesen werden kann.

Ohne eine solche Studie wären wir nach den Sommerferien in der gleichen Situation wie zurzeit – wir wüssten weiterhin nichts über die Infektionsgefahren an Schulen. Lehrkräfte und Schüler müssten davon ausgehen, dass sie für einen Feldversuch missbraucht werden, der keinerlei Ergebnisse bringt und weitere Schulschließungen nach den Sommerferien wahrscheinlich werden lässt.

hphv-Pressemeldung vom 13.05.2020

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