„Warum Abitur?“ Eine Replik des hphv-Vorsitzenden Reinhard Schwab auf Jürgen Kaube (F.A.Z.)

Mit seiner Frage „Warum Abitur?“ in der F.A.Z. vom 20. März rührt Jürgen Kaube – krisengeschüttelt – an einem Problem, nämlich an der mangelnden Vergleichbarkeit sowie dem allgemeinen Niveauverlust der Abiturprüfungen, und zwar landes- und bundesweit. Das hat der Hessische Philologenverband schon seit geraumer Zeit auf seiner Kritikliste. Die Beobachtung ist nicht von der Hand zu weisen, dass das Abiturzeugnis nicht selten gegen zu geringe Leistungen vergeben wird und die Absolventen einen mitunter sehr unterschiedlichen Bildungsstand erreicht haben.

Allerdings erscheint es in der derzeitigen Situation deplatziert, generell das Abitur als Qualifikationsbeleg in Frage zu stellen und beispielsweise universitäre Aufnahmeprüfungen zu lancieren. Die bildungspolitische Disharmonie in der Kultusministerkonferenz spiegelt die Komplexität der Gemengelage. Hier müssen dicke Bretter gebohrt werden , aber bitte nicht zu Unzeiten, das hat der höchste allgemeinbildende Schulabschluss nicht verdient.

 

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