Nicht warten, bis das Virus die Schulen schließt. Jetzt handeln!

Nahezu stündlich erreichen uns neue Nachrichten über die Verbreitung des Corona-Virus und weitere Schulschließungen in anderen Bundesländern. Nicht mehr nur Messen und Großveranstaltungen werden abgesagt, sondern auch immer mehr kleinere Veranstaltungen und private Treffen. Die Sozialkontakte jedes Einzelnen sollen nach dem Willen der Kanzlerin auf ein Minimum beschränkt und Infektionswege so gut es geht unterbunden werden.

Schulen sind in der Auseinandersetzung um effektive Maßnahmen zur Einschränkung der Verbreitung des Corona-Virus ein wichtiges Feld. Hier treffen in Hessen täglich Tausende von Schülerinnen und Schülern aufeinander, lernen gemeinsam in Klassenräumen und spielen gemeinsam in der Pause. Wichtige Regeln, die auf die Bedeutung der Hygiene hinweisen, werden ausgehängt und mit Schülerinnen und Schülern besprochen. Aber oft bleibt es bei der Theorie, weil es an Seife und Einmalhandtüchern fehlt. Sicherheitsabstände von über einem Meter zu den Tischnachbarn sind häufig illusorisch. Es bestehen deutliche Hygiene- und damit verbunden Infektionsrisiken an unseren Schulen.

Der Hessische Philologenverband fordert auf Grund der aktuellen Entwicklung die Politik in Hessen nachdrücklich auf, unverzüglich Schulschließungen vorzubereiten und in der nächsten Woche zu realisieren, die Abiturprüfungen jedoch wie geplant durchzuführen. Zu prüfen ist darüber hinaus, inwieweit Betreuungshärten in Abstimmung mit den Gesundheitsämtern und unter strengen Auflagen durch ein Angebot von „Notfallklassen“ bzw. Notfallbetreuungen abgemindert werden können. Für das uneinheitliche Handeln der Bundesländer gibt es kein Verständnis in der Bevölkerung und auch keine nachvollziehbare und überzeugende Begründung.

Pressemeldung 13.03.2020

 

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