Es knirscht spürbar im Schulalltag – Bessere Rahmenbedingungen sind das Gebot der Stunde

Ergebnisse der deutschlandweiten Studie „LaiW – Lehrerarbeit im Wandel“

Die Lehrerarbeit ist einem Wandel unterworfen. Dies war der Anlass für die erste bundesweite Studie „LaiW“, in der die Arbeitsbelastung, Zufriedenheit und Gesundheit der Gymnasiallehrkräfte untersucht wurden. Zentrale Botschaft der repräsentativen Studie ist die hohe Arbeitsbelastung der Mehrheit der Lehrkräfte. Diese müssen mit einer zunehmend heterogenen Schülerschaft umgehen und mit oft unbefriedigenden Rahmenbedingungen zurechtkommen.

Die LaiW-Studie wurde vom Deutschen Philologenverband (DPhV) in Auftrag gegeben und vom Institut für Präventivmedizin der Universität Rostock durchgeführt, unterstützt durch die Krankenkasse DAK Gesundheit.

Die gute Nachricht der Studie ist es, dass die Lehrkräfte mehrheitlich zufrieden mit ihrem Beruf sind, sie sind gern Lehrerin und Lehrer, die die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen sowie im Kollegium, aber auch die flexible Zeiteinteilung sowie die Vielseitigkeit der Anforderungen zu schätzen wissen. „Die Möglichkeiten der Lehrkräfte sind jedoch endlich. Sie leben im Sog ihrer Verpflichtungen, die sich aus ihrem Bildungsauftrag, besonders der Vorbereitung und Durchführung des Abiturs, und aus gestiegenen außerunterrichtlichen Tätigkeiten ergeben“, merkt der hessische Landesvorsitzende Reinhard Schwab an. Es darf bezweifelt werden, ob dies dauerhaft ohne Beeinträchtigung der Lehrergesundheit möglich ist. „Schon seit geraumer Zeit knirscht es im Schulalltag spürbar, große Leistungsunterschiede und vermehrt auch Verhaltensauffälligkeiten in der Schülerschaft erschweren die gymnasiale Arbeit zunehmend“, so Schwab weiter, „bessere Rahmenbedingungen sind das Gebot der Stunde.“ Hierzu zählen die Einrichtung kleinerer Klassen, Maßnahmen zur Gewährleistung der Erholungsfähigkeit durch Senkung des Stundendeputats, aber auch bessere lernförderliche Ausstattungen und Lärmminderung in den Schulen.

Pressemeldung des Hessischen Philologenverbandes 09.03.2020

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