Bildungssprache Deutsch fördern

Der Hessische Philologenverband unterstützt ausdrücklich das Anliegen des Kultusministers Prof. Dr. R. Alexander Lorz, die Förderung der Bildungssprache Deutsch weiter auszubauen. Gute, auch gehobene Sprachkenntnisse in Deutsch sind unerlässlich und müssen für die innergesellschaftliche Kommunikation dringend gefördert werden.

In den Blick genommen werden sollte die Entwicklung, dass Kinder und Jugendliche schon geraume Zeit oft der deutschen Sprache keine Bedeutung mehr beimessen, wodurch sich die Kommunikationsbedingungen und damit auch der gesellschaftliche Zusammenhalt verschlechtern. Die klare Analyse und das argumentative Denken, die sich gerade über Sprache vermitteln, nehmen Schaden, wogegen man angehen muss. Der gesellschaftliche Diskurs ist heute notwendiger denn je.

Dem Philologenverband ist die Wahrung eines angemessenen Bildungs- und damit Sprachniveaus ein ernstes Anliegen. Die Anstrengungen rund um die Bildungssprache sind unbedingt notwendig. Im Hinblick auf die Zielsetzungen darf es aber keine Verwässerungen geben. ‚Bildungssprache‘ ist per se ein Hochwertwort, das in der Grundschule schnell überfordernd wirkt. Hier kommt es auf den Erwerb von grammatikalisch richtigem Hochdeutsch an, das vielfältig im Ausdruck ist. Schule hat die grundsätzliche Aufgabe, Sprachbildung im Sinne des muttersprachlichen Hochdeutschen zu betreiben, ein angemessenes Sprachniveau zu pflegen. Bildungssprache stellt dann die Erweiterung des Hochsprachlichen besonders ins Fachsprachliche hinein dar.

Pressemeldung vom 11.07.2019

 

 

 

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