Der Hessische Philologenverband fordert: Die Abiturbestenquote muss als Vorabquote beim Zulassungsverfahren zum Medizinstudium erhalten bleiben

Das Bundesverfassungsgericht hat im Dezember 2017 mit seinem Urteil zur Hochschulzulassung im Fach Medizin die seit vielen Jahren bewährte Praxis der Erstauswahl von Studienplatzbewerbern durch die Abiturbestenquote bestätigt. Die Abiturnote stellt empirisch nachweisbar immer noch das beste Kriterium für den Abschluss eines erfolgreichen Studiums dar.

Mit der Abiturbestenquote wurden bisher treffsicher die 20 Prozent besten Abiturienten, die Medizin studieren wollen, aus jedem Bundesland zugelassen. Diese Quote sollte deshalb aus Sicht des Philologenverbandes erhöht werden.
„Weitere Faktoren müssen jedoch auch einbezogen werden!“ Deshalb spricht sich der Hessische  Philologenverband ebenso wie der Deutsche Philologenverband (DPhV) für eine zweite Quote aus. Darin sollte die Abiturdurchschnittsnote mit zwei Fünftel berücksichtigt werden und mit drei Fünftel als neuer Anteil endlich ein standardisierter, bundesweit vergleichbarer Test und – stärker als bisher – die medizinische Vorerfahrung. Damit erhielten diese beiden Faktoren ein erheblicheres Gewicht gegenüber der Abiturdurchschnittsnote, wie vom Bundesverfassungsgericht gefordert.

Der Hessische Philologenverband fordert Kultusminister Lorz daher auf, sich bei der Kultusministerkonferenz am 14. Juni dafür einzusetzen, die Abiturbestenquote dementsprechend mit 30 Prozent zu berücksichtigen. „Das Abitur muss sich für unsere Schülerinnen und Schüler doch gerade für die Aufnahme des Studiums lohnen!“, so der Vorsitzende Jürgen Hartmann. Der Hochschulzugang zum Medizinstudium über eine inhaltlich nicht qualifizierende Wartezeitenquote muss abgeschafft, dafür aber der Anteil der Abiturbestenquote erhöht werden!

Pressemeldung vom 07.06.2018

Kontakt:
Dr. Iris Schröder-Maiwald
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0611 33460701
Mail: schroeder-maiwald@hphv.de

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