Belastung der Lehrkräfte erkennen: Arbeitszeituntersuchung überfällig

hphv-logoDie hessischen Philologen beteiligen sich vom 19. Februar bis 18. März an der bundesweiten Studie des Deutschen Philologenverbandes zu Arbeitszeit, Belastung und Gesundheit
Wie hoch ist die tatsächliche Arbeitszeit und Belastung an den deutschen Gymnasien? Welche Auswirkung hat die Belastung auf die Gesundheit der Lehrkräfte?
Mit der umfassenden Studie „Lehrerarbeitszeit im Wandel“ wird erstmalig deutschlandweit das Spektrum der aktuellen beruflichen Anforderungen und Aufgaben der Gymnasiallehrkräfte erfasst und untersucht, wie sich diese auf die Arbeitszeit und Gesundheit auswirken.

Mit dem Institut für Präventivmedizin der Universität Rostock wurde ein renommierter Partner gefunden, der die Studie wissenschaftlich vorbereitet hat, begleitet und anschließend auch die Auswertung vornehmen wird. Eine solche Studie ist längst überfällig. Seit 1973 (Knight-Wegenstein) hat die Kultusministerkonferenz keine neue Studie initiiert und die Forderung des Deutschen Philologenverbandes (DPhV) ignoriert. Jetzt hat der DPhV diese Studie, die sich an über 175.000 Gymnasiallehrkräfte in Deutschland wendet, selbst initiiert. Unterstützung findet der DPhV in der Ersatzkasse DAK Gesundheit.

Die Studie wird in den einzelnen Bundesländern in unterschiedlichen Zeiträumen durchgeführt. Die Lehrkräfte an den hessischen Gymnasien werden vom 19. Februar bis 18. März an der Untersuchung  teilnehmen. „Diese Studie ist richtig und wichtig, da die Arbeitsverdichtung und die Anforderungen an den Gymnasien kontinuierlich gestiegen sind, die seitens der Dienstherren schlichtweg  nicht zur Kenntnis genommen werden“, stellt Jürgen Hartmann, Vorsitzender des Hessischen Philologenverbandes, fest.

In den letzten Jahren ist eine Vielzahl zusätzlicher Aufgaben auf die Gymnasien zugekommen: heterogenere Klassen, inklusive Beschulung,  höherer Verwaltungsaufwand, Vergleichsarbeiten, nationale und internationale Tests, Schulentwicklungskonzepte, Selbstevaluation, schulinterne Lehrpläne, Förderpläne, vielfältigerer Medieneinsatz, Bildungsberatung. „Mithilfe dieser Studie wollen wir eine fundierte empirische Grundlage schaffen, um Forderungen an die Politik abzuleiten und deutlichere Entlastungen erfolgreich einzufordern“, betont Hartmann.

Abschließende Ergebnisse sollen nach den Sommerferien vorliegen. Der Philologenverband setzt auf eine hohe Beteiligung der hessischen Gymnasiallehrkräfte.

Arbeitszeitstudie

Pressemeldung vom 01.02.2018

Kontakt:
Dr. Iris Schröder-Maiwald
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0611 / 33460701
E-Mail: schroeder-maiwald@hphv.de

 

 

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