„Gesunder Umgang mit der Stimme“ Workshop der Jungen Philologen mit Frau Prof. Stefanie Köhler

StimmbildungsseminarUnter dem Motto „Gesunder Umgang mit der Stimme“ luden die Jungen Philologen für den 4. Oktober 2017 nach Frankfurt in die Schillerschule ein. Der Workshop mit Frau Prof. Stefanie Köhler, die 2003 auf eine Professur an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst berufen wurde, richtete sich vorrangig an Kolleginnen und Kollegen, die ihr wichtigstes Arbeitsinstrument, die Stimme, schonend, aber dennoch vollumfänglich in der Schule einsetzen möchten.

Zu dieser Veranstaltung kamen 20 Kolleginnen und Kollegen aus einem Umkreis von knapp 100 Kilometern angereist, um im gemeinsamen Austausch und anhand gezielter Stimm- und Sprechübungen ihre Stimme zu trainieren. Darüber hinaus fanden individuelle Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ebenfalls einen Raum und wurden durch die Dozentin gerne aufgegriffen.

Die Stimme befindet sich nicht im Hals

Frau Prof. Köhler sorgte zunächst mit unterschiedlichen Aufwärmübungen dafür, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich, ihren Körper und ihre Position im Raum bewusster wahrnehmen konnten.  Ein fester Stand ist, was die Stimme benötigt, denn sie sitzt nicht im Hals! Kratzen, Heiserkeit oder spürbare Anstrengung in Hals- und Rachenraum weisen in der Regel auf einen zu geringen Anteil der Nutzung des (Resonanz-)Körpers hin.

Kommunikation als Band, das alle einfängt

Ein fester Stand ermöglicht es, die Stimme so flexibel einzusetzen, dass die Kommunikation nicht alleine auf direktem Weg vom Sender (der Lehrkraft) zu den Empfängern (im Schulalltag die Schülerinnen und Schüler) gelangt, sondern alle Beteiligten mit einem Band einfängt. Dynamik und Intensität der Stimme kann dann situationsgerecht eingesetzt werden: Leiser und in ruhigem Ton, wenn die Lerngruppe „eingefangen“ ist, basiert und mit vollem Ton, wenn es gilt, alle Teilnehmer beisammen zu halten.

Übung des Stimmeinsatzes

Anhand unterschiedlicher Prosatexte übten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer individuell an ihren selbstgewählten Fragestellungen, die sie zu Beginn des Seminars formuliert hatten und die sie zu verbessern suchten.

Die Verbesserung des Stimmeinsatzes wurde den Sprecherinnen und Sprechern deutlich durch die Gruppe zurückgespiegelt, kleine Verbesserungsmöglichkeiten wurden zusammen benannt und direkt umgesetzt. Die Freude am Sprechen und des Erlebens der raschen Verbesserung in Stimmumfang, Stimmsitz, Tonhöhe und Lautbildung zeichnete sich auf den Gesichtern der Teilnehmerinnen und Teilnehmer deutlich ab.

Die Jungen Philologen danken Frau Prof. Köhler für die Leitung sowie allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für das Gelingen des Workshops.

Björn Bock

 

 

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