Das Menschenmögliche im Blick behalten – HPhV zum UNESCO-„Welttag der Lehrerin und des Lehrers“ am 5. Oktober 2017

hphv-logoIn Hessen werden heute mehr Lehrkräfte als jemals zuvor beschäftigt. Diesen positiven Trend deutlich zu verstärken ist eine der zentralen Forderungen des Hessischen Philologenverbandes.
Der Arbeit von Lehrkräften kommt in der heutigen Gesellschaft eine besondere Bedeutung zu. Neben der Vermittlung einer breiten Bildung nehmen Themen wie Inklusion und Integration, aber auch Fragen der allgemeinen Werteerziehung in der Betrachtung von Schule einen immer größeren Raum ein. Die Erwartung an die Leistung von Lehrkräften steigt.

Mit jeder gesellschaftlichen Veränderung und jeder neuen bildungspolitischen Idee werden neue Aufgaben für den Bereich Schule formuliert. Längst gilt dabei nicht mehr als Maßstab „Was kann eine Lehrerin oder ein Lehrer leisten?“, sondern „Was müsste Schule erreichen können?“. So verkommen gutgemeinte Forderungen zu illusorischen Wunschlisten mit negativen Folgen für die Arbeit an Schulen und die Gesundheit von Lehrkräften.

Der Hessische Philologenverband fordert aus diesem Grund bei allem Anspruch an Schule das Menschenmögliche im Blick zu behalten. Niemand kann in Klassen und Kursen, in denen bis zu dreißig Schülerinnen und Schüler sind, gleichermaßen den Lernstoff, die unterschiedlichen Lerngeschwindigkeiten, Besonderheiten der persönlichen Entwicklung und Erziehung, unterschiedliche Sprachkompetenzen und Herausforderungen aus verschiedensten kulturellen Prägungen kindgemäß und individuell berücksichtigen. Es ist an der Zeit, die Obergrenze für Lerngruppen in allen Schulformen deutlich zu senken, spürbar mehr Lehrkräfte einzustellen und die Arbeit von Lehrerinnen und Lehrern zusätzlich stärker durch Psychologen und Sozialpädagogen zu unterstützen.

Pressemeldung vom 05.10.2017

Kontakt:
Dr. Iris Schröder-Maiwald
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0611 / 33460701
E-Mail: schroeder-maiwald@hphv.de

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