Amtsübergabe beim Deutschen Lehrerverband

2017-05-17_110202Heinz-Peter Meidinger übernimmt Präsidentschaft von Josef Kraus
Neuer Präsident des Deutschen Lehrerverbandes DL ist seit dem 1. Juli 2017 Heinz-Peter Meidinger, bis Dezember auch noch Vorsitzender des Deutschen Philologenverbandes DPhV. Im Rahmen einer Präsidiumssitzung in dieser Woche in Würzburg beging das Präsidium des Deutschen Lehrerverbandes die Amtsübergabe des langjährigen DL-Präsidenten Josef Kraus an seinen Nachfolger.

Der neue DL-Präsident Heinz-Peter Meidinger dankte Josef Kraus für 30 Jahre unermüdliche und engagierte bildungspolitische Arbeit für die Anliegen des Dachverbandes und seiner Mitglieds­verbände. Er überreicht ihm auf der Präsidiumssitzung die Urkunde zur Verleihung der Ehrenpräsi­dentschaft, die der Bundeshauptausschuss des DL Josef Kraus einstimmig verliehen hatte. Mei­dinger versprach, seine ganze Kraft dafür einzusetzen, dass es mit dem DL auch weiterhin eine starke Stimme für ein differenziertes Schulwesen in Deutschland geben werde, um die Zukunftschancen unserer Kinder und Jugendlichen durch Qualität und Leistung zu sichern.

Der Deutsche Lehrerverband vertritt rund 160 000 Lehrkräfte über seine Mitgliedsverbände Deut­scher Philologenverband (DPhV), Verband Deutscher Realschullehrer (VDR), Verband der Lehre­rinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen (VLW), Verband der Lehrerinnen und Lehrer an Beruf­lichen Schulen (BLBS) und Katholische Erziehergemeinschaft Deutschlands (KEG).

Oberstudiendirektor Heinz-Peter Meidinger (Jahrgang 1954) studierte die Fächer Deutsch, Ge­schichte, Sozialkunde und Philosophie und war Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung. Nach Lehrtätigkeit an verschiedenen Gymnasien und als Seminarleiter für das Fach Deutsch in der Leh­rerbildung (1997 bis 2003) ist er seit 2003 Schulleiter des Robert-Koch-Gymnasiums Deggendorf in Bayern. Nach zahlreichen Funktionen im Bayerischen Philologenverband und auf Bundesebene im Deutschen Philologenverband ist er seit 2003 Bundesvorsitzender des Deutschen Philologen­verbandes, wird aber im Dezember beim DPhV nicht mehr für eine weitere Amtszeit kandidieren, um sich ganz auf seine Aufgabe als ehrenamtlicher Präsident des Deutschen Lehrerverbands kon­zentrieren zu können.

Oberstudiendirektor Josef Kraus, geboren 1949, studierte die Fächer Deutsch und Sport auf Lehr­amt und Psychologie auf Diplom. Nach Tätigkeiten als Gymnasiallehrer, Schulpsychologe und Ausbilder von Schulpsychologen war er von 1995 bis 2015 Oberstudiendirektor des Maximilian-von-Montgelas-Gymnasiums in Vilsbiburg. Von 1987 bis Juni 2017 war er ehrenamtlicher Präsi­dent des Deutschen Lehrerverbandes. Buchtitel von Josef Kraus sind unter anderem: „Spaß­pädagogik – Sackgassen deutscher Schulpolitik“, München 1998. „Ist die Bildung noch zu retten – Eine Streitschrift“, München 2009. „Helikoptereltern – Schluss mit Förderwahn und Verwöhnung“. Reinbeck 2013, „Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt“, München 2017. 2009 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

DL-Pressemeldung vom 13.07.2017

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