Tarifergebnis auch auf Beamte übertragen

hphv-logoDer Hessische Philologenverband begrüßt die schnelle Einigung im Tarifbereich, kritisiert aber, dass das Ergebnis bislang wieder nicht zeit- und inhaltsgleich auf die Besoldung der Beamten übertragen wurde.

Seit Jahren gilt der Beamtenbereich für die schwarz-grüne Landesregierung als ausgewiesener Spartopf. So führte die Nullrunde 2015 in Kombination mit Kürzungen bei Unterstützungsleistungen (Beihilfe) zu einer faktischen Einkommensreduzierung. Auch die 2016 vorgenommene Erhöhung der Bezüge um nicht einmal inflationsausgleichende 0,5 Prozent setzte die Einkommensentwertung weiter fort.

Gleichzeitig beklagt die Landesregierung zunehmend ein Fehlen von Lehrkräften und anderen Beamten (u.a. Polizei, Feuerwehr). Dass der Fachkräftemangel die Folge eines auffälligen Mangels an Wertschätzung ist, liegt auf der Hand. Hier hätte die Landesregierung zum Abschluss der Tarifverhandlungen des öffentlichen Dienstes ein deutliches Signal für eine spürbare Aufwertung des Beamtenbereichs setzen können. Diese Chance ließ man ungenutzt.

Der Hessische Philologenverband  fordert  von der Landesregierung dieses deutliche Signal zeitnah nachzuholen, das Tarifergebnis 2017 ohne Kürzungen auf Beamte zu übertragen und den Besoldungsabbau der Jahre 2015 und 2016 endlich auch rückwirkend zu korrigieren.

Pressemeldung vom 06.03.2017

Kontakt:
Dr. Iris Schröder-Maiwald
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0611 / 33460701
E-Mail: schroeder-maiwald@hphv.de

 

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