Stellungnahme des HPhV zur Klassengrößenverordnung 2017

hphv-logoDer Hessische Philologenverband weist darauf hin, dass er schon seit vielen Jahren eine deutliche Reduktion der Klassenobergrenzen fordert. Die stark zunehmende Heterogenität insbesondere in Gymnasialklassen erschwert die Arbeit der Lehrkräfte in erheblichem Maße.

Die Ursachen hierfür sehen wir in der nicht lernzielgleichen Inklusion und der nicht vorhandenen Möglichkeit, den Grundschulempfehlungen beim Übergang von Klasse 4 nach Klasse 5 eine höhere Verbindlichkeit einzuräumen.

Dies gilt nicht nur für die Gymnasien. Auch die im Entwurf zum Hessischen Schulgesetz (HSchG) neu vorgesehene Möglichkeit, an integrierten Gesamtschulen ausschließlich durch Binnendifferenzierung zu unterrichten, stellt eine nochmals deutlich erhöhte Anforderung an die Lehrkräfte dar. Diese vorgesehene Änderung im Schulgesetz lehnt der Hessische Philologenverband ab.

Der Hessische Philologenverband tritt dafür ein, dass in den Gymnasien und Gymnasialzweigen in den Jahrgangsstufen 5 bis 10 zumindest eine Angleichung an die Klassenobergrenzen der integrierten Gesamtschulen stattfindet. Unabhängig davon fordern wir weiterhin eine deutliche generelle Senkung der Klassenobergrenzen, da die jetzigen Grenzen angesichts der wachsenden Heterogenität den Unterrichtserfolg konterkarieren.

Jürgen Hartmann, Vorsitzender des HPhV

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