Das neue Schulgesetz – Landesregierung schreibt vielgliedriges Schulsystem fest

hphv-logoDer Hessische Philologenverband begrüßt, dass die Landesregierung im neuen Schulgesetz das vielgliedrige Schulsystem in der bestehenden Form festschreibt und die unterschiedlichen Bildungsabschlüsse im Bestand sichert.

Gymnasien sollen künftig die Möglichkeit haben, den verkürzten Bildungsgang G8 parallel zum nicht verkürzten Bildungsgang (G9) anzubieten. Getestet wurde dieses Parallelangebot bereits im Rahmen eines wissenschaftlich begleiteten Schulversuchs. Diese Fortführung und nunmehr die Festschreibung im Schulgesetz befürworten die hessischen Philologen. Beide Bildungsgänge stellen erhöhte kognitive Anforderungen an Kinder und Jugendliche und vermitteln ein Bildungsniveau, das auf einem hohen Wissens- und Fertigkeitenerwerb beruht und sich durch eine vertiefte Allgemeinbildung und einen dezidierten Wissenschaftsbezug auszeichnet.

Das Gymnasium ist ein Bildungsort, in dem Schülerinnen und Schüler in erster Linie für ein Universitäts- und  Hochschulstudium sowie auf eine anspruchsvolle Berufsausbildung gut vorbereitet werden sollen. Eine Stärkung der Studienorientierung ist nach Meinung des HPhV grundsätzlich förderlich, muss aber mit den notwendigen Ressourcen hinterlegt sein.

In Anbetracht der zusätzlichen Belastungen für die Gymnasiallehrkräfte durch Inklusion, Migration und der sich abzeichnenden Tendenz zur erweiterten Heterogenität der Schülerschaft wird die Position des Gymnasiums im neuen Schulgesetz weiter relativiert.

HPhV-Pressemeldung vom 14.10.2016

Kontakt:
Dr. Iris Schröder-Maiwald
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0611 / 33460701
E-Mail: schroeder-maiwald@hphv.de

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