Digitale Bildung als Selbstverständlichkeit und gesellschaftliche Notwendigkeit an den hessischen Schulen

hphv-logoDer Kultusminister äußerte sich zu Beginn des neuen Schuljahres zu der Einführung eines neuen Fortbildungs- und Beratungskonzepts für Lehrkräfte durch die Hessische Lehrkräfteakademie. Schwerpunkte seien dabei nicht nur Inhalte wie sprachsensibler Unterricht, Ganztag oder Inklusion, sondern auch die Bereiche Lesen, Schreiben und Rechnen sowie Berufsberatung und Medienbildung.

Diese Schritte finden in jeder Hinsicht Zustimmung beim Hessischen Philologenverband, werden doch die neuen Medien in ihrer gesellschaftlichen Relevanz zunehmend stärker in der Schule wahrgenommen. Die digitalen Medien sind Informationsquelle, Präsentationsmedium und als Kommunikationsmedium ein Tor zur globalisierten und vernetzten Welt. Die Politik hat dies in Ansätzen bereits erkannt, was die in den Bildungsstandards ausgewiesene Medienkompetenz der Schüler belegt. Die Aufgabe der Schulen ist es nun, die Vermittlung von Medienkompetenz konzeptionell in die Schulprogramme zu überführen und die Schüler dementsprechend individuell und differenziert im Unterricht auszubilden.

Die Jungen Philologen des Hessischen Philologenverbandes befürworten die Maßnahmen der Landesregierung zur Medienbildung der Lehrkräfte, da digitale Medien als Werkzeuge den Unterricht bereichern können und dabei im besten Fall zu besseren Lernergebnissen führen. „Dazu ist allerdings die Bereitstellung einer passenden technischen Infrastruktur durch sämtliche Schulträger zwingend notwendig“, stellt die Vorsitzende der Jungen Philologen Kerstin Dexler fest. In ihrem Grundsatzpapier zum Thema Digitalisierung fordern die Jungen Philologen eine adäquate technische Ausstattung sowie einen WLAN-Zugang an allen Schulen. Die Bereitstellung von technischen Arbeitsmitteln für die Lehrkräfte, qualifizierte Fortbildungsangebote für den technischen und pädagogischen Umgang mit den Medien sowie technische Assistenten sind Grundvoraussetzungen für das Gelingen von digitalisiertem Unterricht. Mit dem Thema „Gymnasium digital – wie viel Bildschirm braucht moderne Bildung?“ beschäftigt sich auch der diesjährige Gymnasialtag des Philologenverbandes am 4. Oktober in Grünberg.

HPhV-Pressemeldung vom 07.09.2016

Kontakt:
Dr. Iris Schröder-Maiwald
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0611 / 33460701
E-Mail: schroeder-maiwald@hphv.de

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