Wo bleiben die Gymnasien?

hphv-logoDas Gymnasium findet in der Pressemeldung des Kultusministers zum neuen Schuljahr keine Erwähnung.
Nach sechs Wochen Sommerferien beginnt für die Schüler und Lehrkräfte in Hessen diese Woche wieder der Unterricht. Der Hessische Philologenverband wünscht allen einen guten Start. Kultusminister Prof. Lorz äußerte sich vergangene Woche positiv zu den bisher eingeführten Maßnahmen in Bezug auf die steigenden Herausforderungen wie etwa die Ganztagesbetreuung, inklusive Beschulung und die Integration von Flüchtlingskindern. Um den gesellschaftlichen Veränderungen gerecht zu werden, wolle das Land weitere 1100 Stellen bereitstellen, die im Haushalt 2017 eingeplant seien, sagte Lorz.

Diese Schritte begrüßt der Hessische Philologenverband zwar, weist aber darauf hin, dass die Rahmenbedingungen an Gymnasien und in gymnasialen Bildungsgängen zu wenig Beachtung finden. Der Schülerstrom an das Gymnasium ist nach wie vor ungebrochen. In einigen Regionen beträgt die Übergangsquote an diese Schulform weit mehr als 50 Prozent. Die erfolgte Kürzung der Stellenzuweisungen in der gymnasialen Oberstufe im vergangenen Jahr hat die Gymnasien trotz erfolgter hälftiger Rücknahme in ihrem Handlungsspielraum eingeschränkt.

„Es bedarf weiterer Anstrengungen und finanzieller Ressourcen, um der zunehmenden Beanspruchung der Lehrkräfte in vielen Bereichen ihres schulischen Wirkens entgegen zu wirken“, so Jürgen Hartmann, Vorsitzender des HPhV. Diese Forderungen betreffen auch  die zunehmende Digitalisierung des Unterrichts. Nur bei adäquater technischer Ausstattung, der Bereitstellung von entsprechenden Arbeitsmitteln und qualifizierten Fortbildungsangeboten für den technischen und pädagogischen Umgang mit den Medien können Lehrkräfte ihrem Bildungsauftrag in diesem Bereich gerecht werden.

HPhV-Pressemeldung vom 29.08.2016

Kontakt:
Dr. Iris Schröder-Maiwald
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0611 / 33460701
E-Mail: schroeder-maiwald@hphv.de

← zurück