JPH-Mitteilungen
Lesen Sie hier die aktuellen Pressemitteilungen der Jungen Philologen.
Neues Durcheinander bei der Lehrereinstellung in Hessen
vom 15.09.2009„Mir stellt sich die Frage, wieso die Stellen trotz flächendeckendem Lehrermangels nicht besetzt wurden. Die wirklichen Probleme werden vertuscht. Eine verfehlte Personalpolitik in den vergangenen Jahren hat jetzt dazu geführt, dass wohl Referendare, sogar die mit Mangelfächern vorhanden wären, aber das Personal für deren hochwertige Ausbildung fehlt“, so Heiko Landmann, Landesvorsitzender der Jungen Philologen. Seit Jahren bemängelten die Philologen einträchtig mit den Studienseminaren, dass eine sprunghaft angestiegene Anzahl von Referendaren auf eine kaum gestiegene Zahl von Ausbildern in den Studienseminaren treffe. Jetzt kollabiere das System.
Die Situation an den überquellenden Studienseminaren wird durch die hohen Durchfallerquoten in den Abschlussexamen verschärft. Seit Einführung des neuen Lehrerbildungsgesetzes im Jahr 2005 habe sich die Zahl der Durchfaller vervielfacht. Ein klares Zeichen der Überforderung von Ausbildern und Auszubildenden und wohl auch von Prüfungswillkür, da nicht selten mit 2-3 vorbenotete Referendare das Examen plötzlich mit einer 5 verlassen. Richtigerweise verlängere diese große Gruppe ihr Referendariat, belege so jedoch Ausbildungsplätze, die für die nachrückenden Referendariatsrunde fehlten.
Die Jungen Philologen fordern daher erneut die
- Einstellung zusätzlicher Ausbilder
- Bildung von Finanz- und Personalreserven für die Ausbildung eines Überhanges an Bewerbern für ein Referendariat in Mangelfächern
- Beseitigung der Fehler im Prüfungssystem durch die Einbindung der Ausbilder und der Ausbildungsschulen im Examen
„Wer so mit der Lehrerausbildung umgeht, braucht sich nicht zu wundern, wenn die hessischen Schüler nicht fachgerecht von Lehrern unterrichtet würden. Die fehlenden Referendare jedenfalls fehlen“, so Landmann.
