HPhV-Mitteilungen
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Klarer Qualitätsverlust durch Schulzeitverkürzung / HPhV fordert Wahlmöglichkeit zwischen G8 und G9 für Gymnasien
vom 15.04.2010„Wir verstehen den Unmut der Schüler und Eltern und sehen uns in unseren Befürchtungen bestätigt“, sagt Dr. Knud Dittmann, Vorsitzender des HPhV und betont weiter: „G8 ist nicht ohne Qualitätsverlust zu machen, was der angestrebten Qualitätsoffensive der Landesregierung widerspricht.“ Nach Ansicht des HPhV führt die generelle Kürzung der gymnasialen Schulzeit um ein Jahr unweigerlich zu weniger Bildung und damit zu einer Senkung des Abiturniveaus. Die Universitäten können daher von G8-Abiturienten nicht den gleichen Bildungsstand voraussetzen wie von G9-Absolventen. Ganz abgesehen von der Lernbelastung der Schülerinnen und Schüler, die die Lerninhalte in der Kürze der Zeit nicht in angemessener Weise aufnehmen können.
Der Verband erneuert daher seine Forderung, auch den Gymnasien eine Wahlmöglichkeit einzuräumen, ob sie in acht oder in neun Jahren zum Abitur führen wollen: „Das wäre ein Kompromiss, der vielleicht die in der Frage der Gymnasialzeitverkürzung verhärteten Fronten aufbricht“, meint Dittmann. Dieser Schritt stünde dann auch im Einklang mit dem Ziel des Kultusministeriums, den Schulen mehr Eigenverantwortlichkeit hinsichtlich der Wege zum Ziel – in diesem Fall zum Abitur – zuzugestehen, so Dittmann weiter.
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